Verkehrsclubs
Automobilclub zieht gegen Münchner Fahrradwege vor Gericht
Radweg
Ein Zeichen markiert die die Veloroute in die Innenstadt.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild
München – Der Automobilclub Mobil in Deutschland geht gerichtlich gegen die Umwandlung von Pop-Up-Radwegen in dauerhafte Fahrradstrecken in München vor. Am 27. Oktober kommt es zur Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht München, wie das Gericht auf seiner Homepage ankündigte.

Die Stadt hatte 2020 einzelne Spuren großer Straßen zu temporären Radwegen umgewidmet. Im März wurde beschlossen, einige Strecken dauerhaft für Radler zu reservieren. Mobil in Deutschland wertet das als Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung. Die Pop-Up-Radwege hätten Tausende Autofahrer in den Stau gezwungen, begründete der Verein im Sommer seine Klage.

Während der Corona-Pandemie hatte die Zahl der Radler auch in München stark zugenommen. Vielerorts wurde es auf den bestehenden Radwegen zu eng. Mit den Pop-Up-Radwegen wollte die Stadt den Radlern mehr Platz einräumen und helfen, Unfälle zu vermeiden. Weil das Konzept gut ankam, wurden nun ausgewählte Strecken zu dauerhaften Radwegen. Ein weiterer Ausbau der Radinfrastruktur ist in Planung.

© dpa-infocom, dpa:211016-99-616667/3