Polizeisprecher
Ermittlungen nach Brand mit vier Toten dauern an
Feuerwehr
Auf dem Einsatzfahrzeug ist in gelber Farbe der Schriftzug «Feuerwehr» zu lesen.
Foto: David Inderlied/dpa/Symbolbild
Reisbach – Die Ermittlungen nach dem Brand mit vier Toten in Niederbayern dauern an. Im Fokus steht dabei die Frage nach der Brandursache, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Feuer durch eine nicht ausgeschaltete Herdplatte ausgelöst worden sein könnte.

Bei dem Brand am frühen Samstagmorgen in Reisbach (Landkreis Dingolfing-Landau) starben drei Frauen im Alter von 20, 55 und 78 Jahren. Die 20-Jährige war hochschwanger. Das Kind wurde durch einen Notkaiserschnitt entbunden, konnte jedoch nicht gerettet werden. Laut Polizei wurden außerdem 17 Bewohner und zwei Feuerwehrleute verletzt.

Gegen einen Bewohner des Mehrparteienhauses wird wegen Verdacht auf fahrlässige Tötung und fahrlässige Brandstiftung ermittelt. Einen von der Staatsanwalt gegen den Mann beantragten Haftbefehl hat das Gericht nicht erlassen. Es sah keine Fluchtgefahr.

Das Unglück hatte in dem 8000-Einwohner-Ort in Niederbayern große Bestürzung ausgelöst. Zahlreiche Menschen boten den Angehörigen der Opfer und den weiteren Bewohnern des Hauses Hilfe an. Das Gebäude kann wegen statischer Probleme nicht betreten werden.

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