Krankenhäuser und Kliniken
Keine aufschiebbaren Behandlungen in 13 Kliniken mehr
Krankenhaus
Ein Pfeil weist den Weg zur Notaufnahme eines Krankenhauses.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild
Bayreuth – Angesichts der dramatischen Entwicklung auf den Intensivstationen wird es ab kommendem Mittwoch in 13 oberfränkischen Krankenhäusern vorerst keine aufschiebbaren stationären Behandlungen mehr geben. Die Covid-19-Schwerpunktkrankenhäuser seien verpflichtet, stationäre Kapazitäten für die Behandlung von Corona-, Notfall- und andere Patienten zu reservieren, deren Behandlung nicht verschoben werden kann, teilte die Regierung von Oberfranken am Freitag mit.

Im Wochenvergleich sei die Anzahl der Corona-Patienten auf bayerischen Intensivstationen von 887 auf 1029 am Freitag angestiegen. Die dramatische Entwicklung sei auch in den Krankenhäusern Oberfrankens zu spüren.

Betroffen sind Eingriffe, die ohne dauerhaften Schaden für die Patienten aufgeschoben werden können, etwa Knie- und Hüft-Operationen bei Gelenkverschleiß. Zeitkritische Behandlungen wie Herz- oder Tumor-Operationen zählen nicht dazu. Die Maßnahme stützt sich auf den Notfallplan Corona-Pandemie der Staatsregierung.

In jedem Regierungsbezirk gibt es Covid-19-Schwerpunktkrankenhäuser, in Oberfranken sind es 13. Zwei weitere Kliniken, die Klinik Neustadt bei Coburg und das Bezirksklinikum Obermain in Ebensfeld wurden nun verpflichtet, Kapazitäten für Covid-19-Patienten bereitzuhalten.

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