Nicht immer nur Fußball: Reitsport an Grundschulen gefragt
Reitsport
Eine Reitlehrerin und zwei Reitschülerinnen auf ihren Ponys.
Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Heroldsbach/München – Die Leidenschaft für Pferde erwacht bei vielen Kindern schon in jungen Jahren - und immer mehr Grundschulen wollen ihnen entsprechende Angebote machen. «Wir verspüren eher ein zunehmendes Interesse. Schulen interessieren sich dafür, ihr Angebot breiter zu fächern», sagte Thomas Schreder, Geschäftsführer des Bayerischen Reit- und Fahrverbands (BRFV). Man verzeichne eine Zunahme an Anfragen zu Angeboten rund um den Schulsport.

Die Leidenschaft für Pferde erwacht bei vielen Kindern schon in jungen Jahren - und immer mehr Grundschulen wollen ihnen entsprechende Angebote machen. «Wir verspüren eher ein zunehmendes Interesse. Schulen interessieren sich dafür, ihr Angebot breiter zu fächern», sagte Thomas Schreder, Geschäftsführer des Bayerischen Reit- und Fahrverbands (BRFV). Man verzeichne eine Zunahme an Anfragen zu Angeboten rund um den Schulsport.

Derzeit gibt es laut BRFV bereits einige Kooperationen zwischen Reitvereinen und Schulen, vor allem in Niederbayern und der Oberpfalz und vor allem mit Realschulen und Gymnasien. Gemeinsam mit dem Kultusministerium will der Verband mit der Initiative «Reiten in der Grundschule» den Sport noch stärker für die Jüngeren zugänglich machen.

«Reiten ist ein ganz besonderer Sport, der Empathie, Gleichgewichtssinn und Bewegung gleichermaßen fordert und fördert», sagte die Schirmherrin der Initiative, Karin Baumüller-Söder, bei der Vorstellung des Projekts am Donnerstag im oberfränkischen Heroldsbach. Die Ehefrau des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder ist selbst eine jahrzehntelang turniererfahrene Springreiterin.

Die Zusammenarbeit des dortigen Reitvereins mit der Schule soll Vorbild für ähnliche Kooperationen anderswo im Freistaat sein. Kern der Förderung seien Sachspenden, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums. Die Kinder bekämen «Starterpakete» mit Reitausrüstung. Außerdem könnten Vereinstrainer Übungsleiterpauschalen vom Staat gezahlt bekommen. Ein eigenes Budget hat die Initiative «Reiten an der Grundschule» demnach aber nicht. Die Kooperationen könnten im Rahmen von Ganztagsangeboten, Schülerfahrten oder des Sport-nach-1-Modells stattfinden, bei dem Schul- und Vereinssport miteinander vernetzt wird.

Für einige der Kinder werde die Initiative der Beginn einer lebenslangen Leidenschaft für Pferde und Reitsport sein, sagte Schirmherrin Baumüller-Söder. Aber kann das für Eltern nicht ziemlich ins Geld gehen? Thomas Schreder vom BRFV sagte, sich selbst ein Pferd anzuschaffen, habe mit viel Zeit und Aufwand zu tun. Durch Reitbeteiligungen oder die rund 900 Vereine in Bayern könne man aber recht kostengünstig an Pferde kommen.

Beim Reiten lernten Kinder von Anfang an, dass das Zusammenspiel zwischen Tier und Mensch große Freude, aber auch große Verantwortung bedeute, sagte Schreder. «Denn Pferde kann ich nicht wie einen Laptop zuklappen. Die Kinder lernen, dass es nicht nur einfach ein Sportgerät ist, das ich aus dem Schrank hole.»

© dpa-infocom, dpa:211021-99-675423/3

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen: