Zeugen
Razzia bei Ermittlungen zu Dreifachmord von Starnberg
Polizisten
In Polizei-Westen gekleidete Polizisten.
Foto: Silas Stein/dpa/Symbolbild
München – Während des laufenden Prozesses um einen mutmaßlichen Dreifachmord in Starnberg hat es eine Razzia bei dem Vermieter des Hauptangeklagten gegeben. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft München II. Die Durchsuchung sei allerdings «ohne Ergebnis verlaufen», sagte eine Sprecherin der Behörde. «Es gab weder eine Festnahme noch weitere Durchsuchungen.»

Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass der heute 21 Jahre alte Hauptangeklagte in der Nacht im Januar 2020 die Starnberger Familie auslöschte - eine 60 Jahre alte Frau, ihren 64 Jahre alten Mann und den gemeinsamen Sohn erschoss. Anschließend habe der Deutsche die wertvolle Waffensammlung des Sohnes gestohlen. Er steht unter anderem wegen Mordes vor Gericht. Ein 20 Jahre alter Slowake ist als Mittäter angeklagt.

Allerdings gibt es in dem Prozess nach wie vor viele ungeklärte Fragen. Rätselhaft ist beispielsweise die Rolle eines Freundes des getöteten Sohnes und der beiden Angeklagten. Nach Angaben der Ermittler soll er immer wieder dabei gewesen sein, wenn seine Freunde alte Waffen wieder in Stand setzten und damit herumschossen. Ermittlungen gegen ihn wegen der Vorbereitung eines Amoklaufes wurden allerdings eingestellt.

Bei seiner Aussage als Zeuge vor Gericht hatte sich der heute 19-Jährige zunehmend in Widersprüche verwickelt. Die eigentlich nur auf wenige Stunden angesetzte Vernehmung dauerte bereits zwei Tage - und soll noch weiter fortgesetzt werden. Das Gericht hat für den Prozess inzwischen Verhandlungstermine bis Ende Februar 2022 angesetzt.

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