Kinderpornografie
Razzia in Wohnungen in Unterfranken
Blaulicht
Bei einer groß angelegten Aktion gegen Kinderpornografie haben Ermittler 26 Wohnungen in Unterfranken durchsucht.
Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild
Würzburg – In Unterfranken hat die Polizei 26 Häuser und Wohnungen durchsucht. Bei 28 Tatverdächtigen wurden Beweismittel wie etwa Speichermedien sichergestellt.

Bei einer groß angelegten Aktion gegen Kinderpornografie haben Ermittler 26 Wohnungen in Unterfranken durchsucht. Dabei seien 28 Männer ermittelt worden, die Missbrauchsabbildungen verbreitet haben sollen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Einige wurden vorübergehend festgenommen, in Untersuchungshaft kam aber keiner. Bei den Durchsuchungen am Mittwoch seien Beweismittel wie etwa Speichermedien sichergestellt worden, teilten die Ermittler mit. Die Auswertung werde nun einige Zeit dauern. Bei einer Durchsuchung habe die Mutter eines Tatverdächtigen Widerstand gegen die Streife geleistet, sie erwartet ein entsprechendes Ermittlungsverfahren.

Zahl der Fälle steigt

Wie bundesweit gesehen stiegen die Fallzahlen im Bereich Kinderpornografie laut den Ermittlern in den vergangenen Jahren auch in Unterfranken an. 2018 hatte man 225 Straftaten registriert, 2020 waren es 541 Fälle.

Die Tendenz für 2021 sei weiterhin deutlich steigend, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Durch die Aktion sei den Tätern deutlich aufgezeigt worden, dass sie sich in der Anonymität des Internets nicht verstecken könnten. Die Aktion stelle den Auftakt zur weiteren Bekämpfung von Kinderpornografie und Kindesmissbrauch in Unterfranken dar.