Schulkinder
Trautner: Teststäbchen in Kitas landen schon mal im Ohr
PCR-Pooltest
Eine Packung mit sterilen Nasenabstrichröhrchen aus einem Set des sogenannten "Lolli-Test".
Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild
Straubing – Sogenannte Lollitests sind in Kitas in Bayern immer noch eine Seltenheit - Familienministerin Carolina Trautner hat das verteidigt. «Es macht einen Unterschied, ob Sie ein solches System für 2700 Grund- und Förderschulen auf die Beine stellen oder für alle rund 10.200 Kindertageseinrichtungen in Bayern», sagte die CSU-Politikerin im Interview mit «Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung» (Samstag). Der Aufwand in Kindergärten und Krippen sei viel größer.

«In der Schule bringen Sie eine Klasse unter Anleitung so weit, dass sie den Test gut abliefert. Aber bei einem zwei- oder dreijährigen Kind fallen die Stäbchen auch schon mal auf den Boden oder landen im Ohr eines anderen Kindes.» So müssten die Eltern zu Hause den Test mit ihren Kindern machen und ihn dann mit in die Einrichtung bringen.

Eine Testplicht wie für Schulkinder gibt es in Kindertagesstätten nicht. Eltern bekommen aber Scheine für kostenlose Selbsttests, die sie dann in Apotheken holen können. In einzelnen Kitas gibt es die Lolli- oder Pooltests. «Die Landkreise und kreisfreien Städte können nun jeweils selbst entscheiden, ob sie über ihre Einrichtungen die Möglichkeit zum Pooltest anbieten wollen.» Der Freistaat übernimmt die Kosten.

Für die PCR-Pooltests sollen die Kinder an zwei Tupfern lutschen. Zunächst werden die Proben von allen in einem größeren Röhrchen gesammelt und gemeinsam - also als Pool - untersucht. Findet sich ein Hinweis auf eine Infektion in einer Gruppe, werden die zweiten Proben der Kinder einzeln analysiert.

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