Zukunftsmuseum in Nürnberg wird eröffnet
Nürnberg – Mit einem Festakt wird heute (11.00 Uhr) das Zukunftsmuseum in Nürnberg eröffnet. Die neue Zweigstelle vom Deutschen Museum in München will Zukunftstechnologien erlebbar machen und unter ethischen Gesichtspunkten diskutieren. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will sich anschließend bei einem Rundgang über die Ausstellung informieren, in der mehr als 250 Exponate, Prototypen und Modelle zu sehen sind. Am Samstag und Sonntag haben Besucherinnen und Besucher freien Eintritt.

Nach mehr als drei Jahren Bauzeit wird am Freitag das Zukunftsmuseum in Nürnberg feierlich eröffnen. Die neue Zweigstelle vom Deutschen Museum in München will Zukunftstechnologien erlebbar machen und unter ethischen Gesichtspunkten diskutieren. Zum Festakt am Vormittag wollten auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Wissenschaftsminister Bernd Sibler (beide CSU) kommen. Das Museum steht von Anfang an wegen seiner Mietkosten in der Kritik, die die Landtagsopposition für viel zu hoch hält.

Fast 28 Millionen Euro hat das neue Museum in der Nürnberger Altstadt direkt am Ufer der Pegnitz gekostet. Ursprünglich sollte es schon Ende 2020 eröffnen. Doch die Corona-Pandemie hatte den Aufbau um Monate zurückgeworfen, weil Material fehlte und die Ausstellungsbauer aus dem Ausland wegen der Reisebeschränkungen nicht einreisen konnten.

Die knapp 3000 Quadratmeter große Ausstellungsfläche erstreckt sich über drei Etagen und ist in fünf Themenbereiche unterteilt, die Science-Fiction zum Anfassen bieten. Mehr als 250 Exponate, Prototypen und Modelle veranschaulichen dort verschiedene Visionen für die nahe und ferne Zukunft. An vielen Stellen sind die Besucherinnen und Besucher selbst gefragt: Sie können mit Robotern interagieren oder am Computer ein Designer-Baby erschaffen. Am Eröffnungswochenende haben alle freien Eintritt.

Im Juli hatte ein von FDP, Grünen und SPD beauftragtes Gutachten den Streit um die Mietkosten erneut befeuert. Für diese muss der Freistaat jährlich 2,5 Millionen Euro zahlen - vertraglich auf 25 Jahre festgelegt. Nach dem Gutachten sind davon aber nur 1,09 Millionen Euro zweifelsfrei schlüssig. Wissenschaftsministerium und Museum weisen die Vorwürfe zurück. Inzwischen beschäftigt sich auch der Bayerische Oberste Rechnungshof mit dem Thema.

© dpa-infocom, dpa:210916-99-246148/3

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