Versicherungskonzerne
Allianz peilt profitables Wachstum und höhere Dividenden an
Allianz
Das Logo und der Schriftzug der «Allianz».
Foto: Matthias Balk/dpa
München – Der Versicherungskonzern Allianz will das Wachstum in den kommenden Jahren etwas beschleunigen. Da der Konzern zudem höhere Margen im operativen Geschäft erzielen und Aktien zurückkaufen will, soll der Gewinn je Anteil stärker als der Umsatz zulegen, wie der Konzern am Freitag in München mitteilte. Die Allianz kündigte zudem weiter steigende Dividenden an.

Der Umsatz soll bis 2024 auf mehr als 160 Milliarden Euro ansteigen. Das wäre ein Plus von drei bis vier Prozent jährlich. Im laufenden Jahr rechnet der Konzern mit Erlösen zwischen 140 und 145 Milliarden Euro. Der operative Gewinn soll in den kommenden Jahren im Schnitt um vier Prozent auf mehr als 14,5 Milliarden Euro im Jahr 2024 zulegen.

Bereits am Donnerstagabend hatte die Allianz angekündigt, die Dividende in den kommenden Jahren immer um mindestens fünf Prozent anheben zu wollen. Zudem will der Konzern weitere Aktien zurückkaufen, wenn überschüssiges Kapital vorhanden ist. So wird der Gewinn je Aktie gesteigert. Nach einer Dividende von 9,60 Euro je Aktie für 2019 und 2020 dürfen sich die Aktionäre also auf mindestens 10,08 Euro für das laufende Geschäftsjahr freuen.

Die Allianz-Aktie gehört bisher zu den schwächeren Werten im Dax und unter den europäischen Versicherern. Bis zum Xetra-Schluss am Donnerstag büßte das Papier im bisherigen Jahresverlauf fast zwei Prozent ein, während der deutsche Leitindex und der Stoxx 600 Insurance deutlich zulegten. Mit einem Börsenwert von knapp 82 Milliarden Euro ist die Allianz dennoch weiter der wertvollste europäische Versicherer - gefolgt von der Axa (61 Mrd Euro) und der Zurich (57 Mrd Euro).

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