Angeklagte
Anwaltschaft beantragt Strafbefehl gegen Ex-Schwimm-Trainer
Justitia
Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts.
Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Würzburg – Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat Strafbefehl wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen gegen den früheren Schwimm-Bundestrainer Stefan Lurz beantragt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Würzburg am Montag mit. Der Vorgang werde derzeit durch das Amtsgericht Würzburg geprüft, hieß es in der Mitteilung. Die im Strafbefehlsverfahren behandelten Vorwürfe habe der Beschuldigte eingeräumt. In Teilbereichen seien Einstellungen von Tatvorwürfen erfolgt. Die Ermittlungen seien nun abgeschlossen.

Die Tatvorwürfe datieren aus den Jahren 2011 und 2012, es geht bei den zwei zu diesem Zeitpunkt minderjährigen Geschädigten zumindest in einem Fall um eine Leistungsschwimmerin des Leistungszentrums Würzburg. Die Tatvorwürfe wurden aus Opferschutzgründen nicht bekanntgegeben.

Die Behörde in Würzburg hatte das Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen gegen Lurz im Februar nach einem «Spiegel»-Bericht von Amts wegen eingeleitet.

In dem «Spiegel»-Bericht wurden dem Trainer sexuelle Übergriffe gegen junge Schwimmerinnen vorgeworfen. Lurz war für die Deutsche Presse-Agentur für eine Stellungnahme bisher nicht zu erreichen. In der «Main-Post» und im «Spiegel» hatte er die Vorwürfe zurückgewiesen.

Lurz arbeitete am Bundesstützpunkt in Würzburg. Er war über viele Jahre Bundestrainer der Freiwasserschwimmer und feierte mit diesen zahlreiche Erfolge bei Titelkämpfen. Nach dem Magazinbericht im Februar war er zurückgetreten.

© dpa-infocom, dpa:211129-99-190578/2

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