Landesbischöfe und Landesbischöfinnen
«Pandemieadvent»: Bischof macht Hoffnung auf bessere Zeiten
Heinrich Bedford-Strohm
Heinrich Bedford-Strohm steht im Foyer der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD).
Foto: Ole Spata/dpa/Archivbild
Nürnberg – In seiner Predigt zum 1. Advent hat der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm Verständnis für Menschen gezeigt, die von den neuerlichen härteren Corona-Maßnahmen genervt sind. Inzwischen sei es schwer zu ertragen, «dass dieses permanente Achtgeben, die Masken, die Abstände, die Absagen, jetzt schon wieder ins Zentrum rücken», sagte er am Sonntag laut Mitteilung in der Nürnberger St. Lorenzkirche.

Man habe schon viel Geduld aufbringen müssen bis zum heutigen «zweiten Pandemieadvent». Bereits vor einem Jahr habe man auf viele liebgewonnene Gewohnheiten im Advent verzichten müssen.

Bedford-Strohm machte aber auch Hoffnung: Es werde die Zeit kommen, wo es möglich ist, wieder «unbefangen Gemeinschaft miteinander zu haben». Barmherzigkeit sei ein Zeichen der Hoffnung und der Mitmenschlichkeit, betonte der Landesbischof. «Barmherziger gegenüber der Fehlbarkeit der Politik. Barmherziger mit Geflüchteten an der belarussisch-polnischen Grenze, die Schleppern auf den Leim gegangen sind. Und wo wir selbst Fehler gemacht haben, die wir bereuen, auch barmherziger mit uns selbst.»

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