Schulsport
SPD: Kinder- und Jugendsport in Corona-Hotspots erlauben
Diana Stachowitz
Bayerns Sportbeauftragte Diana Stachowitz in München.
Foto: picture alliance / Tobias Hase/dpa/Archivbild
München – Die Landtags-SPD hat die Staatsregierung aufgefordert, auch in den extremen Corona-Hotspots im Freistaat weiterhin Kinder- und Jugendsport zu ermöglichen. Nach der aktuellen Corona-Verordnung ist in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 1000 der Betrieb und die Nutzung unter anderem von Sporthallen und Sportplätzen untersagt - erlaubt bleiben nur der Schulsport sowie der Berufs- und Leistungssport.

Die Sportbeauftragten der Landtags-SPD, Diana Stachowitz und Harald Güller, haben nun einen Brief an Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) geschrieben. «Kinder und Jugendliche leiden enorm unter der Corona-Pandemie. Daher steht für uns an erster Stelle, weitere Schäden von Kindern und Jugendlichen abzuwenden», argumentierten sie. «Soziale Teilhabe muss - wo auch immer möglich - gewährleistet sein. Hierzu gehört auch die Möglichkeit, Sport zu treiben, und zwar in der Schule, aber auch in der Freizeit. Denn Sport trägt gerade bei Kindern und Jugendlichen wesentlich zur körperlichen und psychischen Gesundheit bei.»

Güller betonte: «Da Schulsport mit Maske am Vormittag mit getesteten und/oder geimpften Kindern und Jugendlichen auch weiterhin möglich ist, sollte auch am Nachmittag das Turnen oder das Fußballtraining mit geeigneten Schutz- und 3G-Hygienekonzepten erlaubt bleiben.» Stachowitz verwies zudem auf die Notwendigkeit von Schwimmkursen auch außerhalb der Schule: «Laut DLRG haben 240.000 Grundschülerinnen und Grundschüler in der Corona-Pandemie nicht schwimmen gelernt. Die Zahlen verdeutlichen, dass vor allem das Schwimmen im Verein und in außerschulischen Kursen wichtiger denn je geworden ist.» Es brauche auch hier Ausnahmeregelungen, um dem Nachholbedarf gerecht zu werden.

© dpa-infocom, dpa:211129-99-188643/2

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