Oper
Eine Choreographie des Scheiterns
Szene aus dem 3. Akt mit Daniel Kirch als der um seine Eltern trauernde Tristan
Szene aus dem 3. Akt mit Daniel Kirch als der um seine Eltern trauernde Tristan
Foto: Dieter Wuschanski
Chemnitz – Mit „Tristan und Isolde“ gelingt Elisabeth Stöppler erneut ein Wagnerabend aus weiblicher Sicht, der aber hart und spannend ist wie ein Krimi.

Als Heiner Müller 1993 in Bayreuth Richard Wagners „Tristan und Isolde“ inszenierte, war er der erste, der nicht abhob auf die romantische oder metaphysische Liebesgeschichte, sondern auf den im Libretto häufig genannten Tod. Er separierte das Paar gewissermaßen, was nicht wenige empörte. Dass es aber noch viel konkreter und härter geht, ist jetzt an der Oper Chemnitz zu erleben.Dort findet seit dem 2018 vollendeten „weiblichen Ring“ eine zeitgenössische Wagnerinterpretion statt, die ihresgleichen sucht: Nach der von vier Regisseurinnen realisierten Tetralogie wurde Elisabeth Stöppler, die für ihre ...

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