Festspiele
„Parsifal“: Thielemann triumphiert in Bayreuth
Christian Thielemann dirigierte auf Bayreuths Grünem Hügel Wagerns „Parsifal“.
Christian Thielemann dirigierte auf Bayreuths Grünem Hügel Wagerns „Parsifal“.
Foto: Matthias Creutziger
Bayreuth – Aus dem Götterliebling ist ein umstrittener Dirigent geworden. In Bayreuth riss Christian Thielemanns „Parsifal“ das Publikum aber von den Sitzen.

Die vom Bühnengeschehen befreite Aufführung einer Oper kann erhellend wirken, wenn ein Dirigent die Musik so intensiv zu sich selbst kommen lässt wie Christian Thielemann. Zur Halbzeit der Wagnerfestspiele in Bayreuth war das einfach mal fällig, hat doch die visuelle Reizüberflutung des aktuellen Inszenierungsstils zu einer fatalen Gewöhnung geführt. Sei es die pausenlose Unterfütterung mit Videosequenzen wie im „Tannhäuser“, sei es eine Farborgie wie in der „Walküre“ – der Ablenkungsfaktor jedenfalls steigt.Aber wer erwirbt denn eine teure Festspielkarte, wenn auf der Bühne fast nichts zu sehen ist?

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