Diplomatische Krise
Das sind Erdogans westliche Sündenböcke
An seiner Stimmung hängt das ganze Land: Recep Tayyip Erdogan führt die Türkei mit einer strengen Hand. Nur wohin?
An seiner Stimmung hängt das ganze Land: Recep Tayyip Erdogan führt die Türkei mit einer strengen Hand. Nur wohin?
Foto: Vladimir Smirnov, imago images
Istanbul – Der türkische Präsident riskiert die schwerste diplomatische Krise mit dem Westen seit Jahrzehnten. Steckt ein klarer Plan dahinter?

Als Recep Tayyip Erdogan am Samstag ins nordwesttürkische Eskisehir reiste, um mehrere neue Fabriken einzuweihen, sah das nach einem Routinetermin des türkischen Präsidenten aus. Doch dann trat Erdogan ans Rednerpult – und es war aus mit der Routine. „Kavala, Kavala, Kavala, Kavala“, beschwerte er sich vor tausenden Anhängern. „Von morgens bis abends geht das so.“ Erdogan meinte das Engagement des Auslands für den inhaftierten Bürgerrechtler Osman Kavala, das sich zuletzt in der Forderung von zehn westlichen Botschaftern nach Kavalas Freilassung geäußert hatte.

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