Über 3000 Täter
Kirchliche Sextäter: Schutz durch Beichtstuhl
Bischof Eric de Moulins-Beaufort, Vorsitzender der Französischen Bischofskonferenz (r.), erhält den Missbrauchsbericht von Kommissionspräsident Jean-Marc Sauve. Eine Äußerung zum Beichtgeheimnis hat dem Bischof jetzt öffentliche Kritik eingetragen.
Bischof Eric de Moulins-Beaufort, Vorsitzender der Französischen Bischofskonferenz (r.), erhält den Missbrauchsbericht von Kommissionspräsident Jean-Marc Sauve. Eine Äußerung zum Beichtgeheimnis hat dem Bischof jetzt öffentliche Kritik eingetragen.
Foto: Thomas Coex, dpa
Paris – Bericht über sexuellen Missbrauch in der französischen Kirche schockiert. Dass Täter durch Beichtgeheimnis geschützt sein sollen, ist inakzeptabel.

Es war kein einfaches Gespräch, das der Vorsitzende der französischen Bischofskonferenz und Erzbischof von Reims, Éric de Moulins-Beaufort, in dieser Woche mit dem französischen Innenminister Gérald Darmanin zu führen hatte. Der Geistliche musste darin eine nach eigenen Worten „ungeschickte Formulierung“ in einem Radio-Interview erklären, die in der Folge solche Wellen geschlagen hatte, dass es zu der Vorladung oder, wie es diplomatischer hieß, Einladung im Innenministerium gekommen war. Darmanin zufolge handelte es sich um einen „fruchtbaren und langen Austausch“.

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