Luftangriffe
Zivile Opfer kümmern US-Militär wenig
Laut offiziellen Zahlen sind bei US-amerikanischen Angriffen mit Kampfdrohnen rund 1600 Zivilisten getötet worden. Laut einem neuen Bericht der „New York Times“ könnte die Zahl der zivilen Opfer jedoch wesentlich höher liegen.
Laut offiziellen Zahlen sind bei US-amerikanischen Angriffen mit Kampfdrohnen rund 1600 Zivilisten getötet worden. Laut einem neuen Bericht der „New York Times“ könnte die Zahl der zivilen Opfer jedoch wesentlich höher liegen.
Foto: EPA/LT. COL. LESLIE PRATT/dpa
Washington – Mehr als 50 000 Luftschläge haben die Amerikaner im Nahen Osten durchgeführt. Oft wurden Raketen von Drohnen „übereilt und ungenau“ abgeschossen.

Die amerikanische Armee startete gerade ihre letzten Evakuierungsflüge vom Kabuler Flughafen, als Zemari Ahmadi am 29. August mit seinem weißen Toyota auf den Innenhof seines wenige Kilometer entfernten Hauses steuerte. Kurz darauf waren der 37-jährige Elektroningenieur und neun Verwandte – darunter sieben Kinder – tot: Mit einer von einer Drohne abgeschossenen Rakete hatte das US-Militär das als vermeintliches Bombenlager der Terrormiliz ISIS identifizierte Anwesen dem Erdboden gleich gemacht.

Angebot wählen und weiterlesen
F+ Monatsabo0,00 €*
Kein Risiko - monatlich kündbar
  • *erster Monat kostenlos
  • danach nur 9,99 € im Monat
  • alle Plus-Inhalte rund um die Uhr
Jetzt testen
F+ Jahresabo99,00 €
10 Monate zahlen - 12 Monate lesen
  • Sparpreis - zwei Monate kostenlos lesen
  • jährliche Zahlung
  • nach einem Jahr monatlich kündbar
Weiter