Jubelkommunion
80 Christen feiern zusammen
Gruppenbild mit den Jubilaren, die vor 90, 80 und 75 Jahren erstmals am Tisch des Herrn standen
Gruppenbild mit den Jubilaren, die vor 90, 80 und 75 Jahren erstmals am Tisch des Herrn standen
Foto: Roland Dietz
Altenkunstadt – Ein wunderschönes Fest der Jubelkommunion konnten in der Weismainer Stadtpfarrkirche St. Martin fast 80 katholische Mitchristen erleben, die vor 25,...

Ein wunderschönes Fest der Jubelkommunion konnten in der Weismainer Stadtpfarrkirche St. Martin fast 80 katholische Mitchristen erleben, die vor 25, 40, 50, 60, 70, 75, 80 und sogar 90 Jahren zum ersten Mal zum Tisch des Herrn gegangen waren.

Mit der Weismainer Blasmusik unter der Leitung von Marion Müller-Eitzenberger zogen die Gläubigen vom Kastenhof in das Gotteshaus ein. Pfarrer Gerhard Möckel entzündete die Kerzen, die auch an die Taufkerze erinnern sollte.

Seinen Geburtstag kennt jeder – doch wer kennt sein Taufdatum oder das Datum seiner 1. heiligen Kommunion? In der Erinnerung für die Jubilare blickte der Geistliche weit zurück. Früher war es so, dass nach der Geburt in einem Krankenhaus in der meist vorhandenen Klinikkapelle die Taufe vollzogen wurde. Die zu Hause Geborenen wurden im Beisein ihrer Familien in der Ortskirche getauft. Beides stellte den Beginn eines Lebensweges mit Gott dar. Die ältere Generation werde sich vielleicht noch an ihre 1. heilige Kommunion erinnern, da alles sehr streng gewesen sei und nirgendwo Schwätzen als höchstes Gebot gestanden habe.

Verschiedene Wege sind die Jubilare gegangen: Sind sie am Ziel, dort, wo sie hinwollten? Manche sind schwere Wege mit Sorge und Krankheit gegangen. Höhen und Tiefen haben sich abgewechselt, oft wurden einem auch Steine in den Weg gelegt. Pfarrer Möckel: „Gott hat uns bei der Taufe versprochen: Er wird diesen Weg mit uns gehen. Bis wir unser Ziel erreicht haben und bei ihm angekommen sind. Dann treffen wir die, die uns vorausgegangen sind, wieder – unser Liebsten, Mann, Frau, Kinder.“

Ausgestaltet wurde der Gottesdienst durch Organist Udo Dauer und Sopranistin Evi Kral. rodi