Alte Mühle: Es geht voran
Mit großen Schritten schreitet die Sanierung der Alten Mühle voran.
Mit großen Schritten schreitet die Sanierung der Alten Mühle voran.
Foto: Gemeinde Oberhaid
Oberhaid – Gemeinderat  Die Sanierungsarbeiten schreiten zügig voran, Aufträge im Volumen von 75 000 Euro wurden vergeben.

Positives wusste Bürgermeister Carsten Joneitis (SPD) vom Fortgang der Sanierungsarbeiten an der Alten Mühle in Oberhaid in der Sitzung des Gemeinderates zu berichten. So sei mit Fertigstellung dieses Mammutprojektes schon im November dieses Jahres zu rechnen.

Vergeben wurden in der Sitzung noch die Fliesen-, Boden- und Stahlbauarbeiten für insgesamt rund 75 000 Euro. Derzeit erhält die Alte Mühle einen neuen Außenputz, nach Abklärung der Fördermöglichkeiten stehe, so der Bürgermeister, im nächsten Jahr noch die Platzgestaltung an.

Alles im Lot auch beim Sachstandsbericht über die Oberhaider Schule. Derzeit besuchen die Schule 335 Schüler, davon 95 den Oberhaider Mittelschulverband in den Klassen 5 bis 9, die Abschlussklasse wird im nächsten Schuljahr im turnusmäßigen Wechsel in Bischberg unterrichtet, insgesamt blieben die Schülerzahlen, so Joneitis, stabil. Für die Fahrkosten der Schülertransporte musste die Gemeinde im letzten Schuljahr 46 000 Euro berappen.

Lüftungsgeräte: nicht durchdacht

Eine lebhafte Diskussion zog die vom Freistaat geforderte Anschaffung von Lüftungsgeräten für die Schulklassen und Kindergartenräumlichkeiten im Rat nach sich. Als „nicht durchdacht“ und „mit großen Unsicherheiten behaftet“ sah dabei der Bürgermeister die verordnete Auflage und hatte damit den Gemeinderat mit großer Mehrheit auf seiner Seite. Angeschafft werden müssten insgesamt 45 solcher Raumlüftungsgeräte, die vom Staat zwar mit 1750 Euro gefördert würden, was aber die Gemeindekasse bei einem Einzelpreis von 3000 Euro mit bis zu 150 000 Euro einschließlich der Folgekosten belaste. Otmar Schels (CSU) beantragte sogar, angesichts deren Sinnhaftigkeit ganz von der Anschaffung solcher Geräte abzusehen. Diesem Antrag folgte der Gemeinderat allerdings mit 6:8 Stimmen nicht. Vor einer Umsetzung sei auf jeden Fall eine technische Beratung erforderlich.

Digitales: kaum Schwachstellen

Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat das Ergebnis der Markterkundung, die Digitalisierung der Gemeinde betreffend. Hierbei stellte sich heraus, dass es in der Gemeinde noch wenige Schwachstellen bezüglich der Digitalisierung gebe, die im Zuge des weiteren Ausbaus ab 2023 behoben werden sollen. Joneitis berichtete von einer zunehmenden Plage durch den Eichenprozessionsspinner. Hierfür musste die Gemeinde bereits 7000 Euro für Schädlingsbekämpfung durch eine Fachfirma aufwenden.

Erfreulich hingegen das Ergebnis der Wasseruntersuchung des 3000 Quadratmeter großen Badesees in Staffelbach, der offiziell ein Löschweiher ist. Es wurde eine hervorragende Wasser- und damit auch Badequalität festgestellt. Interessant auch ein Projekt, das die Gemeinde vor den Bundestagswahlen startet. Hier werden die Zwölf- bis 17-Jährigen aufgefordert, in einer U18-Wahl im Jugendzentrum sich für die Partei ihrer Wahl zu entscheiden. Abzuwarten bleibt, wie sich das Jugendwahlergebnis vom offiziellen Wahlergebnis unterscheidet.