Förderverein
An der Rupprechtschule wird Corona mit Percussion getrotzt
Über Schlag- und Rhythmus-Instrumente freuen sich die Kinder der Rupprechtschule.
Über Schlag- und Rhythmus-Instrumente freuen sich die Kinder der Rupprechtschule.
Foto: privat
Bamberg

Gemeinsames Musizieren verbindet in besonderer Weise. Gerade in diesen schwierigen Zeiten, in denen Kinder zu anderen Distanz halten sollen, trägt es wesentlich dazu bei, Beziehungen zu fördern und Gemeinschaft zu stärken. Der Förderverein der Rupprechtschule hat daher in diesem Jahr gemeinsam mit der Hans-Thomann-Stiftung alle 15 Klassen der Rupprechtschule mit Percussion-Sets ausgestattet.

Mit Hilfe des gemeinsamen Musizierens werden die Kinder bei ihrer schulischen Entwicklung unterstützt, der Schulerfolg wird mit Musik begleitet und Kinder mit Migrationshintergrund werden aktiv in den Integrationsprozess einbezogen. Musizieren mit Percussioninstrumenten zielt darauf ab, den Spracherwerb, die Integration und die Inklusion durch Musik zu verknüpfen. Dabei unterstützt der Förderverein sehr gerne.

Der Förderverein der Rupprechtschule hat nun seine Jahreshauptversammlung abgehalten – das zweite Mal in Folge in virtuellem Format. Dabei wurde der bisherige Vorstand entlastet und in gleicher Zusammensetzung wiedergewählt. Zudem wurde die Lage der Schule während der Corona-Krise diskutiert. So hätte der Förderverein sehr gerne die Schule bei der Beschaffung von mobilen Luftfiltergeräten unterstützt. Da aber die Förderanträge nur der Sachaufwandsträger stellen kann und die Stadt Bamberg sich hier (noch) nicht eindeutig positioniert hat, müssen alternative Beschaffungsmöglichkeiten erst noch mit Elternbeirat und Schulleitung erörtert werden.

Die Zusammenarbeit mit anderen Unterstützenden liegt dem Förderverein besonders am Herzen. Neben der Kooperation mit der Hans-Thomann-Stiftung erreichte den Verein im Dezember letzten Jahres eine Spende über 1000 Euro für eine Sitzecke, die nun gerne von Lesepaten und ihren Schülern genutzt wird.

Im Juni hat der ACV-OC BA (Automobilclub Verkehr, Ortsclub Bamberg) einen großzügigen Betrag gespendet, der in Tablets und Lernapps investiert wird, die vor allem Schüler zu Gute kommen sollen, die in der Zeit der coronabedingten Schulschließungen zu Hause kaum Unterstützung erhielten und daher Lernlücken aufweisen.

Auch in diesem Jahr hat der Förderverein die Schule beim Ausbau des Lärmschutzes unterstützt. Dies ist eigentlich Sache des Sachaufwandsträgers, also der Stadt Bamberg, die jedoch unabhängig von Größe und Notwendigkeit allen Grundschulen gleich viel Geld zur Verfügung stellt. Die zur Verfügung gestellte Summe reicht leider nicht einmal aus, um an der Rupprechtschule ein Klassenzimmer vollständig mit Lärmschutz auszustatten. Angesichts der sehr schlechten Akustik in den hohen Räumen der Rupprechtschule stockt der Förderverein den Zuschuss so weit auf, bis ein weiteres Klassenzimmer vollständig mit Lärmschutz ausgestattet werden kann.

Viele Eltern der Rupprechtschulkinder, aber auch Menschen, die einfach nur den Kindern helfen wollen, unterstützen den Verein. „Für nur 7 Euro im Jahr können Personen, die die Kinder an der Schule unterstützen möchten, Mitglied werden. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag, notwendige Projekte und Maßnahmen an der Rupprechtschule zu finanzieren, die ansonsten nicht möglich wären“, erklärt die 1. Vorsitzende des Fördervereins Christina Nießen-Straube. Mehr über den Förderverein im Internet unter https://www.rupprechtschule-bamberg.de/Foerderverein). red