Einzug schon in einem Jahr
Die Offiziellen beim Spatenstich
Die Offiziellen beim Spatenstich
Foto: Johannes Michel
Kemmern – Spatenstich  Kemmern bekommt eine neue Kindertagesstätte.

Es ist schon rund fünf Jahre her, dass die ersten Entwürfe für ein Mehrgenerationenprojekt in Kemmern erstmals gezeigt wurden. Aus einem Gebäude sind mittlerweile zwei geworden, aus einem Träger, der Arbeiterwohlfahrt, ebenso zwei – die Awo und der ASB. Für den ersten Teil, die neue Kindertagesstätte, fand nun der Spatenstich statt.

Eigentlich waren Bürgermeister, Gemeinderäte, Architekt, Awo-Vertreter und die zahlreichen Gäste zu spät dran. Denn der Bau für die neue Kindertagesstätte hat bereits begonnen. Grund ist der enge Zeitplan: Bereits Mitte kommenden Jahres soll das Gebäude bezugsfertig werden. Dennoch durfte der symbolische erste Spatenstich bei diesem für Kemmern äußerst wichtigen Projekt nicht fehlen.

Bürgermeister Rüdiger Gerst (CSU) begrüßte die Teilnehmer, ging kurz auf die lange Geschichte der Kinderbetreuung in Kemmern und die Vorreiterrolle der Gemeinde ein, etwa bei der Einrichtung einer Kinderkrippe, und ließ nicht unerwähnt, was die Beweggründe für den Neubau waren. Zum einen sei eine Erweiterung der bestehenden Kindertagesstätte „Haus für Kinder St. Maria“, Träger ist die katholische Kirchenstiftung, nicht möglich, zum anderen komme die Kommune mit einem weiteren Träger, der Awo, dem Pluralitätsgebot nach. „Wir wollen explizit keine Konkurrenzsituation, sondern freuen uns auf Synergieeffekte und eine Kooperation der beiden Einrichtungen“, so Gerst.

Klaus Stieringer, Awo-Kreisvorsitzender, meinte, dass die einzigen, die sich mit Sicherheit über eine Konkurrenzsituation keine Gedanken machen würden, die Kinder seien. Ihnen seien Dinge wie Religion oder Werteanschauungen egal. Er schlug vor, dass die Gemeinde zusammen mit ihren Bürgern und der Awo einen Namen für die neue Einrichtung suchen könne, als ein Gemeinschaftsprojekt.

Im Juni kommenden Jahres solle die Einrichtung zur Betreuung von bis zu 74 Kindern fertig sein. Eine Herausforderung sei die Corona-Pandemie: „Eine Materialknappheit wie zurzeit habe ich in 40 Jahren Berufstätigkeit noch nicht erlebt“, so Rösch.

Vor dem Start der Baustelle war bereits die Zufahrtsstraße fertiggestellt worden, die künftig auch die Senioreneinrichtung mit erschließen wird. Hier wird der Baubeginn noch ein wenig auf sich warten lassen. Vertreter des ASB, der hier aktiv wird, waren zum Kita-Spatenstich aber schon einmal anwesend …

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