Gärten erfüllen eigene Träume
Es grünt und blüht, und davon konnten sich die Besucher der ausgesuchten Gärten im Kreis Bamberg überzeugen.
Es grünt und blüht, und davon konnten sich die Besucher der ausgesuchten Gärten im Kreis Bamberg überzeugen.
Foto: Andrea Spörlein
LKR Bamberg – Natur  Der Gartenkultur-Kreisverband Bamberg ermöglichte Blicke in private Grünanlagen. Im Herbst geht’s weiter.

Der „Tag der offenen Gartentür“ war in den vergangenen Jahren im Landkreis Bamberg immer ein großer Anziehungspunkt für Besucher. Das bekannte Gartenevent des Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege Bamberg präsentierte sich dieses Jahr pandemiebedingt nur in einem kleinen Rahmen als Gartengespräche mit begrenzter Besucherzahl und Voranmeldung. Ein Hygienekonzept wurde erarbeitet, und erst bei der verbindlichen Anmeldung bekamen interessierte Gartenfreunde die genaue Adresse und den Zeitrahmen mitgeteilt.

Individuelle Anlagen

Drei Gärten gewährten einen kleinen Einblick in individuelle Gartenparadiese. Nach den ausreichenden Niederschlägen in diesem Frühjahr zeigten sich die Gärten aktuell in ihrer vollen Blütenpracht. Neben einem Garten in Hohengüßbach (Gemeinde Breitengüßbach) und in Zettelsdorf (Walsdorf) konnte ein kleines Garteneldorado in Buttenheim besichtigt werden. Alle Gärten sind als Naturgarten zertifiziert. Drei weitere Gärten können im September unter den Blütenaspekten des Spätsommers besucht werden.

Den eigenen Traum erfüllt

Marianne und Michael Amon haben sich ihren Traum vom Garten im Außenbereich eines ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens erfüllt. Von 1998 bis 2001 haben sie viel Energie und Kapital in ihr Gartenprojekt gesteckt. Unterstützung bekamen sie dabei durch die Städtebauförderung. Der Hof war betoniert und dunkel und wurde nach und nach in einen kleinräumig unterteilten Wohngarten umgewandelt. Ursprüngliche Strukturen des Anwesens blieben dabei so weit wie möglich erhalten.

Vielfältige Sitzplätze laden zum Verweilen und zum Innehalten ein. Dazu gehört auch der Ruheplatz am Wasser, an der tiefsten Stelle des Geländes, der nicht nur als Ort der Entspannung dient, sondern auch für ein angenehmes Kleinklima sorgt. Auffallend ist das vielfältige Vogelgezwitscher, das die Besucher empfängt. Gemüse- und Kräuterbeete, ein Hochbeet und ein Kleingewächshaus wechseln einander ab. Dazu kommen naturnahe Staudenpflanzen und offene Wegeflächen. Für die Gartengestaltung wurden überwiegend gebrauchte Materialien verwendet.

Wechselnde Gerüche

Marianne Amon liebt es, durch ihren Garten zu streifen und dabei überall andere Gerüche wahrzunehmen. Kultur- und Naturpflanzen, die sich teilweise entwickeln können, wie sie es möchten, sind zu einem kleinen Gartenparadies geworden. Naturnahe Staudenpflanzungen und offene Wegoberflächen wechseln sich ab und bilden trotzdem eine harmonische Einheit. Eigentlich gehören auch die hauseigenen Bienenvölker dazu, doch die haben das kalte Frühjahr nicht überlebt.

Neben dem Garten hat das Ehepaar noch eine Streuobstwiese gepachtet, um alte Sorten zu bewahren. Das ist dann das Reich von Michael Amon, während seine Frau für den Hausgarten zuständig ist.