Pfarrer Francis Plakkil sagt ade
Pfarrer Francis Plakkil beim Abschiedsgottesdienst
Pfarrer Francis Plakkil beim Abschiedsgottesdienst
Foto: Andrea Spörlein
Hirschaid – Gottesdienst  Der aus Südindien stammdende Geistliche geht in den Ruhestand.

Seit 1. September 2009 wirkte Francis Plakkil als Pfarrer in St. Vitus Hirschaid und in den Filialkirchen Maria vom guten Rat Friesen und St. Michael Seigendorf. Nun ist der Geistliche, der 1956 im südindischen Bundestaat Kerala geboren wurde, in den Ruhestand verabschiedet worden.

Francis Plakkil studierte nach seiner schulischen Ausbildung Philosophie und Theologie am Priesterseminar in Kottayam und empfing 1981 die Priesterweihe. Er wirkte anschließend als Seelsorger in seinem Heimatbistum und besuchte 1993 zum ersten Mal Deutschland. Aufgrund seiner Bewerbung erhielt er 1995 eine Einladung zum priesterlichen Dienst im Bistum Bamberg. Nach zweijähriger Tätigkeit als Kaplan in Nürnberg und einigen kürzeren Aushilfen an verschiedenen Orten wurde er 1998 zum Pfarradministrator der Pfarrei Heiligenstadt-Burggrub berufen. 2009 erfolgte sein Wechsel nach Hirschaid. Seit 2003 ist Francis Plakkil deutscher Staatsbürger und seit 2005 als Priester in der Erzdiözese Bamberg inkardiniert.

Berufung ein „Geschenk Gottes“

Pfarrer Francis Plakkil versteht seine Berufung „als Geschenk Gottes“, wie er es einmal formuliert hat. Im Rahmen seines priesterlichen Dienstes sieht er die Hauptaufgabe darin, „den Menschen – Jung und Alt – Christus zu zeigen, sie in allen ihren Lebensphasen in ihrem Glaubensleben zu begleiten und zu stärken“.

Mit einem feierlichen Gottesdienst und unter den aktuellen Corona-Vorschriften wurde Pfarrer Plakkil nun in St. Vitus Hirschaid in den Ruhestand verabschiedet. Hirschaids Bürgermeister Klaus Homann (CSU), der eigentlich zusammen mit dem Seelsorger in den Ruhestand gehen wollte, würdigte vonseiten der politischen Gemeinde das Wirken des Geistlichen. Dabei habe er immer sehr geschätzt, dass der Pfarrer „seine Meinung vertreten hat, wenn er auch dabei angeeckt ist“. Er erinnert sich gern an die vielen guten Gespräche, die man miteinander führen konnte, so Homann, und an die selbst gebackenen leckeren Weihnachtsplätzchen, die er von ihm beim Weihnachtskaffee im Rathaus immer bekommen hat.

Dankesworte und gute Wünsche

Dankesworte und viele gute Wünsche gab es auch von Klaus Sgonina, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats und von Kirchenpfleger Walter Bergmann. Dieser dankte Pfarrer Plakkil für die konstruktive Zusammenarbeit mit den verschiedenen Gremien zum Wohle der Pfarrei. Er erinnerte dabei unter anderem an die drei großen Bauprojekte, die Sanierung des Pfarrhauses, die Sanierung und Erweiterung der Kindertagesstätte St. Vitus und die Generalsanierung der Pfarrkirche, die gestemmt werden mussten. Für die FFW Hirschaid verabschiedete sich Markus König und übergab wie auch alle anderen eine Geldspende für die Kinder- und Jugendarbeit des Geistlichen in Indien. Sehr persönliche Worte des Dankes und des Abschieds fand an diesem Tag auch Markus Hümmer vom Hirschaider Gesangverein und vom Vocalensemble 440 Hz. Elena Weidner und Kristina Kraus überreichten dem Pfarrer im Namen der zahlreich erschienenen Ministranten ein Fotoalbum und einen Korb mit selbst gebastelten Blumen, versehen mit vielen guten Wünschen. Sie verabschiedeten den Seelsorger mit einem herzlichen „Schön, dass Sie bei uns in Hirschaid waren“.

Sichtlich bewegt nahm Pfarrer Plakkil die vielen guten Wünsche und Geschenke entgegen. Er sprach von der großen Unterstützung, die er vor Ort erfahren durfte und dankte allen, die ihn in seinen „Grenzen angenommen und mitgenommen haben“. Er werde Hirschaid weiter im Gebet verbunden bleiben und erbat für alle Gottes Segen.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch die Hirschaider Blaskapelle unter Leitung von Konrad Lederer sowie dem Hirschaider Gesangverein und dem Vocalensemble 440 Hz. Im Anschluss daran waren alle zu einer Agape im Pfarrgarten eingeladen. Dort konnte man sich dann noch persönlich von Pfarrer Francis Plakkil verabschieden.

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