E.T.A.-Hoffmann-Jubiläumsprogramm
„Unheimlich fantastisch“
Kupferstich von Karl Ludwig Bernhard Buchhorn nach der eigenen Zeichnung Hoffmanns mit den Lebensdaten, Staatsbibliothek Bamberg
Kupferstich von Karl Ludwig Bernhard Buchhorn nach der eigenen Zeichnung Hoffmanns mit den Lebensdaten, Staatsbibliothek Bamberg
Foto: Gerald Raab
Bamberg – Das Jahr 2022 steht im kulturellen Bamberg ganz unter dem Stern des Gedenkens an Ernst Theodor Amadeus Hoffmann. Dieser vielseitige Künstler starb am ...

Das Jahr 2022 steht im kulturellen Bamberg ganz unter dem Stern des Gedenkens an Ernst Theodor Amadeus Hoffmann. Dieser vielseitige Künstler starb am 25. Juni 1822. Er hatte fünf Jahre in Bamberg verbracht, die ihn als Mensch und Künstler nachhaltig geprägt haben – darauf fußt die Verbundenheit des Künstlers mit der Stadt.

Unter dem Titel „Unheimlich fantastisch“ finden in diesem Jubiläumsjahr zahlreiche Veranstaltungen in den verschiedensten Kunstsparten statt, genauso facettenreich und spartenübergreifend wie der Komponist, Literat, Illustrator, Musikkritiker und Jurist einst arbeitete.

Kulturszene greift das Thema auf

In Bamberg werden Institutionen wie die Symphoniker, das E.T.A.-Hoffmann-Theater, die Otto-Friedrich-Universität und freie Akteure der Kulturszene wie das Theater im Gärtnerviertel, die Rosengarten-Serenaden, das Bamberger Marionettentheater und viele weitere in ihrem Jahresprogramm den Künstler aufnehmen oder thematisieren.

Das gesamte bundesweite Jahresprogramm wird maßgeblich von der Staatsbibliothek Berlin koordiniert und gestaltet. In Zusammenarbeit mit der Staatsbibliothek Bamberg und dem Freien Deutschen Hochstift wurde eine Wanderausstellung zu Leben und Werk Hoffmanns konzipiert. Die als Gesamtschau zu Hoffmann angelegte und an ein breites Publikum gerichtete Schau wird im Frühjahr zunächst im Bibliotheksmuseum der Staatsbibliothek zu Berlin Unter den Linden zu sehen sein. Vom 24. Juli bis 29. Oktober wird die Ausstellung in Bamberg in der Staatsbibliothek gezeigt. Ende November zieht die Ausstellung dann in das neue Romantik-Museum in Frankfurt am Main um.

Sonderausstellung

Neben der ständigen Ausstellung ist in dieser Saison eine Auseinandersetzung zum Thema der Fantasie im Hoffmann’schen Sinne zu sehen. Diese entsteht in Kooperation mit der Hegelwoche der Otto-Friedrich-Universität. Sowohl bildende Künstler als auch Autoren werden beauftragt, Werke beizusteuern, um so dem Wechselspiel von Denken und Fantasieren näher und dem Unergründlichen auf die Spur zu kommen. Das E.T.A.-Hoffmann-Haus öffnet heuer zum 1. Mai seine Pforten. red