Einweihung
Nach einigen Verzögerungen ist die neue Kindertagesstätte in Ketschenbach fertig
Architekt Marcel Ebert vom Architekturbüro Eichhorn und Partner überreicht Oberbürgermeister Frank Rebhan einen Gutschein für die Planung der Außenanlagen.
Architekt Marcel Ebert vom Architekturbüro Eichhorn und Partner überreicht Oberbürgermeister Frank Rebhan einen Gutschein für die Planung der Außenanlagen.
Foto: Michael Stelzner
Ketschenbach

Sowohl Kinder als auch Personal wirken „total happy“ in der neuen Kindertagesstätte in Ketschenbach. Am vergangenen Samstag wurde sie offiziell eingeweiht. „Die Kinder fühlen sich sichtlich wohl und wirken alle so glücklich und sind wirklich angekommen“, stellte Leiterin Nina Werner in ihrer Begrüßungsrede fest. Vor allem die Turnhalle sei sehr beliebt. Das 13-köpfige Team könne nun die pädagogische Arbeit umsetzen, wie man es sich schon lange gewünscht habe, betonte Werner. Gemeinsam habe man sich für ein teiloffenes Konzept entschieden. Dabei gebe es gruppenübergreifende Angebote und die Kinder könnten die anderen Gruppen auf Nachfrage besuchen. Genutzt wird die neue Einrichtung schon seit dem 24. August.

Die neue viergruppige Kindertagesstätte befindet sich in unmittelbarer Nähe des bisherigen Kindergartens. Die neue Einrichtung wurde in Holzbauweise mit einer Lärchenholzfassade errichtet. Auch die Räume sind mit natürlichen Materialien gestaltet. Die Schalldämmung besteht auch überwiegend aus Holz. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage mit zwölf kW installiert. Die Nachrüstung eines Batteriespeichers ist geplant. Bei Überschuss wird der erzeugte Strom ins Netz der Stadtwerke eingespeist. Geheizt wird mit einer modernen Pelletheizung. Im Garten sind zwei Zisternen mit einem Fassungsvermögen von 16.000 Litern vergraben, um Regenwasser aufzufangen.

Zwischendurch gab es Ärger

Oberbürgermeister Frank Rebhan erinnerte daran, dass der Stadtrat bereits 2019 beschlossen habe, Planungsarbeiten für den Kindergarten auszuschreiben. Im Dezember 2020 sei mit den Roh- und Erdbauarbeiten begonnen worden. Materialverknappung in der Bauphase habe zu Lieferengpässen geführt. Ärgerlich seien die Mängel bei wichtigen Gewerken gewesen. „Es wurde teilweise eine haarsträubende Qualität abgeliefert“, sagte Rebhan. Die aufwendigen Ausbesserungen hätten dann ortsansässige Firmen ausgeführt. Dies habe die Baukosten um 20 Prozent erhöht und das ganze Projekt in die Länge gezogen, bedauerte der OB. mst