Umbau
Salvatorkirche vor neuer Nutzung
Eine neue Nutzung soll die Salvatorkirche in Bad Rodach erfahren. Von außen wird sich wohl nichts ändern, innen wird ihr nach den derzeitigen Plänen ein zweistöckiges Gebäude eingepflanzt.
Eine neue Nutzung soll die Salvatorkirche in Bad Rodach erfahren. Von außen wird sich wohl nichts ändern, innen wird ihr nach den derzeitigen Plänen ein zweistöckiges Gebäude eingepflanzt.
Martin Rebhan
Bad Rodach

Mit einem Bauantrag überraschte die Evangelische Kirchengemeinde den Stadtrat: Der Salvatorkirche am Friedhof soll umgenutzt und hierfür ein zweistöckiges Gebäude in das Kirchenschiff eingefügt werden. Den im Stadtrat vorgestellten Plänen zufolge ist im Untergeschoss ein Lagerraum, ein Pfarrbüro und ein Arbeitszimmer für den Pfarrer vorgesehen. Das Obergeschoss soll demnach einen großen Gemeinderaum beherbergen.

Zweiter Bürgermeister Rainer Möbus (ZKF) war von dem Vorhaben hellauf begeistert und bezeichnete dies als ein „Leuchtturmprojekt“. Bedenken wurden von Christoph Herold (CSU) dahingehend geäußert, dass sich die Parksituation rund um die Kirche verschlechtern könnte. Axel Dorscht (SPD) hielt fest, dass der im Bauplan vermerkte Zugang aus der Hildburghäuser Straße mit Treppen versehen ist. Nach seiner Meinung müsste sichergestellt sein, dass die Stufen nicht auf den schmalen Bürgersteig reichen. Hermann Liebermann (SPD) machte aus seinen Vorbehalten kein Geheimnis: „Es ist immer noch ein Friedhof.“ Geschäftsführer Uwe Schmidt vertrat die Meinung, dass ein gemeindliches Einvernehmen nicht verwehrt werden kann. Bei einer Gegenstimme (Hermann Liebermann) wurde der Bauantrag schließlich genehmigt.

Stadtrat Matthias Thumser (ödp) bat darum, ihn von dem Ehrenamt als Stadtrat zu entbinden. Er betonte in einer emotionalen Stellungnahme, dass er sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sieht, das Amt auszuüben. „Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen“, unterstrich Thumser. Der Stadtrat folgt einstimmig seinem Anliegen. Listennachfolgerin ist Simone Wohnig. Diese muss nun erklären, ob sie das Amt als Stadträtin annehmen wird.

Kämmerer Michael Fischer, erläuterte die Bedarfsmitteilung für das Jahr 2023 im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms. Demnach wurden der Regierung von Oberfranken förderfähige Kosten in Höhe von 630.000 Euro gemeldet.