1000 neue Bäume für neuen Wald
Aktive des Vereins „Lebensraum Regenwald“ bepflanzten mit Mitgliedern des Rotarier-Clubs Bayreuth-Eremitage und einer Gruppe vom Rotaract-Club Nürnberg zwischen Großenohe und Kemmathen eine etwa 2500 Quadratmeter große Waldfläche mit ungefähr 1000 Bäumchen.
Aktive des Vereins „Lebensraum Regenwald“ bepflanzten mit Mitgliedern des Rotarier-Clubs Bayreuth-Eremitage und einer Gruppe vom Rotaract-Club Nürnberg zwischen Großenohe und Kemmathen eine etwa 2500 Quadratmeter große Waldfläche mit ungefähr 1000 Bäumchen.
Foto: Lebensraum Regenwald e.V.
Weißenohe – Aufforstung  Der Naturschutzverein „Lebensraum Regenwald“ kümmert sich in erster Linie um den Erhalt und die Wiederaufforstung tropischer Regenwälder. Diesmal jedoch war er in einem Waldgebiet südlich bei Großenohe tätig.

In den letzten Jahren macht sich der Klimawandel immer mehr bemerkbar. Extremwetterlagen wechseln sich immer öfter ab. Nach Dürreperioden folgen Starkregenfälle in immer häufigerer Frequenz. Nicht nur der tropische Regenwald ist gefährdet, sondern auch die hiesigen Wälder in der Region.

Das Wetter der letzten Jahre macht auch den örtlichen Waldbauern zu schaffen. Durch lange Trockenzeiten werden die flach wurzelnden Baumarten wie Fichte, Kiefer und Buche immer mehr geschwächt und bieten Schädlingen einen idealen Lebensraum. Die Forstbetriebe müssen immer öfter zur Säge greifen, um zum Beispiel den Borkenkäfer in Zaum zu halten. Oftmals hilft nur noch eine Komplettrodung.

Baumpflanzungen seit zwölf Jahren

Der Nürnberger Naturschutzverein „Lebensraum Regenwald e. V.“ präsentiert sich seit Jahren auf verschiedenen Ökomessen und Biomärkten in der Region und vermittelt den Interessierten die Beziehungen zwischen Regenwald und Klimawandel. Auf einem Markt wurde der Vorsitzende des Vereins, Roland Zeh, von einem Besucher angesprochen, warum er sich für die so fernen Wälder einsetze, wo es doch den hiesigen Wäldern ebenso schlecht gehe. Vorausgegangen war damals der Wirbelsturm „Kyrill“, der den deutschen Wäldern immense Schäden zufügte.

Im Jahr 2009 trommelte Zeh seine Mitglieder zusammen und bepflanzte eine über 5000 Quadratmeter große Fläche oberhalb von Großenohe mit mehr als 2300 Bäumen. Seitdem wiederholte der Verein solche Aktionen und holte sich verschiedene weitere Gruppen wie zum Beispiel das Kinder- und Jugendmuseum Nürnberg, den Landesbund für Vogelschutz (LBV) Hilpoltstein oder Mitglieder der Bolderhalle E4 mit ins Boot.

2500 Quadratmeter aufgeforstet

Am vergangenen Wochenende kamen die Aktiven des Vereins nun zum sechsten Mal zusammen und bepflanzten mit Mitgliedern des Rotarier-Clubs Bayreuth-Eremitage und einer Gruppe vom Rotaract-Club Nürnberg zwischen Großenohe und Kemmathen eine etwa 2500 Quadratmeter große Waldfläche mit etwa 1000 Bäumchen. Gepflanzt wurde nach einem zuvor von Förster Stefan Ludwig vom Forstamt Scheßlitz erarbeiteten Plan. Seinen Angaben zufolge wird zum Beispiel die Fichte in unserer Region den Klimawandel nicht überleben. Stefan Ludwig: „Ziel ist nun, eine ökologische, nachhaltige Waldwirtschaft zu fördern und den jetzigen Wald dahingehend umzubauen.“

Robustere Baumarten gepflanzt

Vorausschauend auf die kommende Klima-Erwärmung wurden robustere Baumarten wie Küstentanne, Douglasie, Walnuss und Vogelkirsche gepflanzt. Eine weitere, etwa 1000 Quadratmeter große Fläche konnte an diesem Wochenende nicht bepflanzt werden, da etliche Bäume durch das letzte Sturmtief „Ignatz“ auf die freie Fläche geworfen worden waren und noch nicht hatten beseitigt werden können.

Die Gruppe um den Naturschutzverein „Lebensraum Regenwald“ verabredete sich noch vor Ort zu einem zweiten Termin Mitte November, um auch diese Fläche mit bereits georderten Bäumen der Arten Spitzahorn und Baumhasel zu bestücken. red