Ausstellung
900 Jahre Waischenfeld ins Bild gesetzt
In der Ausstellung gibt es auch einige Sitzmöglichkeiten, damit Besucher die Filme – sie dauern rund eine Stunde – bequem anschauen können.
In der Ausstellung gibt es auch einige Sitzmöglichkeiten, damit Besucher die Filme – sie dauern rund eine Stunde – bequem anschauen können.
Foto: Thomas Weichert
Waischenfeld

Mit zwei einfühlsamen Reden und mit lustiger Volksmusik der „Waischenfelder Burgmadla“ ist in der Sport- und Bürgerhalle die Bilderausstellung anlässlich des Jubiläums „900 Jahre Erstnennung von Waischenfeld“ eröffnet worden.

Bürgermeister Thomas Thiem (CSU) freute sich darüber, dass es gelungen sei, viele alte Bilder aufzustöbern, die zeigen, wie es früher in Waischenfeld aussah und was die Menschen beschäftigte. Die meisten Bilder steuerte Karin Landmann bei, denn ihr Onkel war als Pressefotograf jahrzehntelang in Waischenfeld unterwegs. Die Texte zu den Bildern hat Reinhard Löwisch in akribischer Arbeit recherchiert, zum Beispiel wie sich die Hochwassserfreilegung auf das Aussehen des Ortes ausgewirkt hat oder was aus dem Ferienpark geworden ist, der vor 40 Jahren in die erste Planungsphase eingetreten war.

Die zweite Rede hielt der Schirmherr der 900-Jahr-Feiern, Anton Adelhardt, der darüber sinnierte, wohin die Weltbevölkerung heutzutage gekommen wäre, hätte es vor 900 Jahren schon die heutigen Kommunikationsmittel gegeben, so zum Beispiel bei Wirnt von Waischenfeld, der damals nach Bamberg reisen musste, um den Klosterbrüdern vom Michelsberg sein Testament in die Feder zu diktieren.

Ergänzt wird die Ausstellung durch alte Filme aus den 60er Jahren, die damals Hans Völker, der Waischenfelder Pfarrer, vor allem bei kirchlichen Anlässen gedreht hat. Ergänzt wird diese Filmschau von einem Zehn-Minuten-Film, der die Auswirkungen des Unwetters im Juli 1992 eindrucksvoll zeigt.

Die „Waischenfelder Burgmadla“ sorgten mit ihren volkstümlichen und alten Liedern für Lachen bei den Zuhörern, besonders, als sie ihren selbst geschriebenen Text zu den Waischenfelder Hausnamen zum Besten gaben.

Die Organisation der Veranstaltung oblag dem Heimat- und Verschönerungsverein, der zudem seine Bilderausstellung, die vor sieben Jahre im Haus von Eisenwaren-Sponsel stattfand, dazustellte, so dass weit über 150 Bilder die Vergangenheit lebendig werden lassen.

Die Ausstellung ist jeden Sonntag im August zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet. Ausnahme: Am Festsonntag, 21. August, wird die Ausstellung erst nach dem Festumzug gegen 14 Uhr geöffnet sein. Der Eintritt ist frei. tw

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen: