KOMMENTAR von Martin Leipert
Contra Steinbruch-Aufwertung
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Gräfenberg – Mein Vertrauen in den Staat ist erschüttert. Fachbehörden werfen langjährige Einschätzungen wegen eines einzigen Gutachtens über Bord. Das Wasserwirts...

Mein Vertrauen in den Staat ist erschüttert. Fachbehörden werfen langjährige Einschätzungen wegen eines einzigen Gutachtens über Bord. Das Wasserwirtschaftsamt prüft nach, erst auf Druck der Bürgerinitiative, und stellt fest: Das Gutachten ist unvollständig und fehlerhaft. Eine Verfüllung verändert die Grundwasserverhältnisse im Steinbruch wesentlich. Wie können Gutachter und Ämter derart Essenzielles übersehen? Auch hat der Steinbruch die Auflage, eine Quelle bei Walkersbrunn zu überwachen. 15 Jahre lang wurde dort keine einzige Wasserprobe genommen. Das Landratsamt nimmt seit Jahren an, dass am Steinbruch 60 Lkw täglich an- und abfahren. Eine halbe Stunde Nachzählen vor der Einfahrt würde sie eines Besseren belehren. Die Ahnungslosigkeit der Ämter ist erschreckend. Es geht um den Schutz von Grundwasser und Umwelt. Es stimmt, in die Kategorie Z1.2 fällt auch harmloser, natürlich belasteter Aushub von Häuslebauern, der ein, zwei Grenzwerte überschreitet. Eigentlich müssten Steinbruchbetrieb und Verfüllung genau überwacht werden. Doch die Ämter haben über Jahre hinweg beide Augen fest zugedrückt. Deshalb möchte ich, dass Bauschutt und Gleisschotter draußen bleiben. Am Ende sollen nicht die Stadt Gräfenberg und die Bürger für einen Schaden aufkommen!