David Saam spielt im Kurzfilm auf
Das Kurzfilmprojekt des Landesvereins endete im November mit dem Dreh mit David Saam in Bamberg.
Das Kurzfilmprojekt des Landesvereins endete im November mit dem Dreh mit David Saam in Bamberg.
Foto: Daniela Sandner
Heroldsbach – Heimat  Der Volksmusiker aus Heroldsbach stand im Mittelpunkt eines Filmdrehs in Bamberg. Die fünf Kurzfilme des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege gehen nun online. Sie sollen für Inspiration und Motivation sorgen.

Der (volks-)musikalische Alleskönner David Saam aus Heroldsbach ist in einem Imagefilm des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege zu sehen. Fünf Menschen, fünf Orte, fünf Facetten der Heimatpflege, eine Aussage: Heimat braucht Menschen. So fasst der Landesverein in einer Pressemitteilung seine Erkenntnis zusammen. Denn Heimat lasse sich durch das eigene verantwortungsvolle Handeln gestalten.

2021 verwirklichte der Landesverein unter dem Motto „Heimat braucht Menschen“ ein Projekt, das in fünf Kurzfilmen seine Arbeitsbereiche vorstellt: Kulturlandschaft, Baukultur, Heimatforschung, Regionalkultur und Volksmusik. Die fünf Kurzfilme werden täglich bis Samstag auf den Kanälen des Landesvereins auf Youtube, Instagram und Facebook veröffentlicht. Was mit der Idee eines Imagefilms für den Landesverein begann, entwickelte sich bald zu einem ambitionierten Kurzfilmprojekt: In enger Zusammenarbeit mit einem Team von drei Studenten der Filmhochschule München wurde ein Konzept entwickelt, das Menschen und ihren persönlichen Einsatz für die Heimat in den Fokus rückt.

Lebenswertes Umfeld erhalten

„Heimatpflege nämlich ist genau das: das tatkräftige Zusammenwirken einzelner oder vieler mit dem Ziel, ihr lebenswertes Umfeld zu erhalten und behutsam weiterzuentwickeln. Menschen in ihrem Tun zu unterstützen, ist Leitbild und Zielsetzung des Landesvereins“, sagt Rudolf Neumaier, Geschäftsführer des Landesvereins.

Die fünf Drehtermine führten das Filmteam zu Streuobstbäuerin Maria Gruber nach Lalling in Niederbayern, zu Teresa Wiechova und Armin Kollinger, die mit Idealismus ein denkmalgeschütztes Kleinbauernhaus in Plankstetten in der Oberpfalz sanierten, zur Landeshistorikerin Isabella Hödl-Notter nach Nandlstadt in Oberbayern, zu „Trachtenpunk“ und Knopfmacherin Sandra Müller nach Waldstetten in Schwaben und schließlich zu David Saam nach Bamberg.

Das Filmprojekt begleitet

„Die Kurzfilme sind weniger Werbefilme des Landesvereins als vielmehr kurzweilige Zeugnisse des Wirkens engagierter und sehr interessanter Menschen. Sie mögen damit für den Betrachter Inspiration und Motivation sein, sich dem Landesverein anzuschließen oder selbst aktiv zu werden“, sagt Daniela Sandner, die das Filmprojekt begleitet hat.

Für die musikalische Untermalung der Filme gewann der Landesverein Matthias Pürner, bekannt als Mitglied der „Großstadt Boazn“, der mit neuen Klängen und Spieltechniken experimentiert und damit die Möglichkeiten seines Instruments, der Steirischen Harmonika, erweitert. Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege kümmert sich seit seiner Gründung 1902 um Landeskultur, um Heimat-, Denkmal- und Baupflege, Volksmusik, Bräuche, Trachten und Mundart in Bayern. Seit einiger Zeit ist der Landesverein auch in den sozialen Medien präsent. red