Kirche
Der einzige neue Priester im Bistum feierte Nachprimiz in der Basilika
Der Neupriester Sebastian Heim (links) mit seinem Priesterkollegen Hans-Jürgen Wiedow
Der Neupriester Sebastian Heim (links) mit seinem Priesterkollegen Hans-Jürgen Wiedow
Foto: Thomas Weichert
Gößweinstein – „Für einen Primizsegen soll man bereit sein, ein Paar Schuhsohlen durchzulaufen“, sagt der Volksmund. Dementsprechend gut besucht war die Basilika Göß...

„Für einen Primizsegen soll man bereit sein, ein Paar Schuhsohlen durchzulaufen“, sagt der Volksmund. Dementsprechend gut besucht war die Basilika Gößweinstein beim Nachprimiz-Gottesdienst des 34-jährigen Neupriesters Sebastian Heim.

Den Segen stellte er in den Mittelpunkt seiner Predigt. Vielen Menschen durfte er seit seiner Priesterweihe die Hände auflegen und sie segnen. Dabei habe er erfahren, dass dieser Zuspruch vielen Menschen guttue. Seine Hände, die er beim Segnen auf den Kopf lege, stünden für die Hände Gottes, die den Menschen seine Nähe spürbar machen wollten.

Gößweinsteins Pfarrer Pater Ludwig Mazur bat um die Erteilung des Primizsegens und die Gottesdienstgemeinde um das Gebet für Neupriester Sebastian Heim.

Den Primizgottesdienst feierte Sebastian Heim in Konzelebration mit Hans-Jürgen Wiedow. Der gebürtige Gößweinsteiner konnte im Jahr 2007 selbst in der Basilika Gößweinstein seine Primiz feiern. Statt der Fürbitten wurde auf Wunsch von Neupriester Heim gemeinsam das Gebet für geistliche Berufe aus dem „Gotteslob“ gebetet. Dies begründete er damit, dass er der Einzige im Erzbistum Bamberg sei, der in diesem Jahr zum Priester geweiht wurde. Während des Gesangs besprengte Neupriester Heim die Gemeinde mit Weihwasser. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes an der Orgel lag in den Händen von Elisabeth Büttner.

Sebastian Heim wurde 1986 in Coburg geboren und hat zehn Jahre als Altenpfleger in Coburg gearbeitet, bevor er sich entschied, Priester zu werden. Sein Pastoralpraktikum absolvierte er seit 2019 im Seelsorgebereich Neubau in Neunkirchen am Brand, im September 2020 empfing er die Diakonenweihe. Aktuell ist er als Kaplan im Seelsorgebereich Kulmbach tätig.

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