Projekt
Die Artenvielfalt fördern
Hinter der Igensdorfer Grundschule soll die Artenvielfalt gefördert werden. Dazu ist viel Arbeit notwendig.
Hinter der Igensdorfer Grundschule soll die Artenvielfalt gefördert werden. Dazu ist viel Arbeit notwendig.
Petra Malbrich
Igensdorf

Jedes der sieben Grundschulkinder nahm eine der 90 Heckenpflanzen, stapfte den Hang hinter der Grundschule hinauf, um den Strauch an der vorgesehenen Markierung einzugraben. Die Pflanzaktion „Blühpaket Bayern“ begann.

Igensdorf ist eine der einhundert Kommunen Bayerns, die dafür ausgewählt wurden, mit dem 5000-Euro-Starterpaket ihre Gemeinde für Insekten und Vögel attraktiv zu gestalten. Zur Bewerbung angeregt hatte Christine Berner, die Naturparkrangerin vom Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura nachdem Igensdorf wieder Mitglied ist. Gemeinsam mit der Initiative „Blühendes Igensdorf“ wurden die Förderanträge ausgearbeitet. Kürzlich wurde des erste Projekt umgesetzt: Die Neupflanzung der Gehölzhecke an der Grundschule. Dazu war auch Jana Ernst von der Regierung von Oberfranken gekommen. Sie berät und betreut die Blühpaktkommunen in Oberfranken.

Der Hang hinter der Schule war bereits vom dominanten Hartriegel befreit. Die neuen Sträucher lagen bereit. „Um den Insekten einen neuen Lebensraum anzubieten“, erklärte Ernst. Das geschehe mit der Wildrose, der heimischen Traubenkirsche, dem Schneeball und Weißdorn und der Weide. Wichtig sei, dass es heimische Sträucher sind. „Die Insekten fliegen sie sonst nicht an“, erklärt Berner.

Wichtige Bäume für Bienen

Jede Pflanze ziehe andere Insekten an und biete auch den Vögeln Nist- und Rückzugsmöglichkeiten. Dass die Weide dabei ist, hat einen guten Grund. „Die Weide ist das wichtigste Bienennährgehölz. Sie ist eine tolle Pflanze, da 70 verschiedene Insektenarten in und an der Pflanze leben“, betont Berner. Mit den 90 neuen Heckenpflanzen werde versucht, den Hang artenreich zu gestalten. Zugleich werden mit den unterschiedlichen Heckenpflanzen viele Blühzeitpunkte gesetzt. map