Kirchweih
Die Reuther wissen zu feiern
Die Reuther Kirchweihmadla und -burschen in Tracht
Die Reuther Kirchweihmadla und -burschen in Tracht
Foto: privat
Reuth – Für die Reuther ist es alljährlich ein Fest der Lebensfreude und der Tradition: ihre Kirchweih. Doch ganz und gar anders als in den vergangenen Jahren...

Für die Reuther ist es alljährlich ein Fest der Lebensfreude und der Tradition: ihre Kirchweih. Doch ganz und gar anders als in den vergangenen Jahren wurde diese heuer gefeiert – Corona war der Grund. Wurde sonst am Festplatz mit Zeltbetrieb hinter der Feuerwehr gefeiert, war es dieses Jahr nicht möglich. Also entschied man sich kurzerhand für eine Freiluftveranstaltung, die am Ende, wie aus dem Traditionsverein „Reuther Kuckuck“ verlautete, bei herrlichstem Oktoberwetter „ein voller Erfolg war“.

Apropos Traditionsverein: Der feierte mit der Kirchweih gleichzeitig sein zehnjähriges Bestehen. Nach dem Vereinsmotto „Von Reuthern für Reuth“ ist es dem „Reuther Kuckuck“ in den vergangenen Jahren gelungen, die althergebrachten Traditionen weiterzuführen und auch bereits eingeschlafene wieder aufleben zu lassen im kirchlichen wie im gesellschaftlichen Bereich.

Seine Hauptaufgabe sieht der Verein aber in der Organisation und Durchführung der Reuther Kirchweih mit allem Drum und Dran – ein Höhepunkt im Jahr. Was wäre der aber ohne Kirchweihbaum? Nach der Corona-Pause im vorigen Jahr wurde nun wieder einer aufgestellt. Ein 20 Meter langer Baum wurde am Kirchweihsamstag aus dem Wald geholt und begleitet von der Blasmusik durch die Ortschaft zum Reuther Auerberg hinaufgezogen, wo auch das Kirchweihfest im Freien stattfand. Viele Zuschauer säumten die Marschroute und spendeten kräftigen Beifall.

Über einen gut besuchten Kirchweih-Gottesdienst in St. Johannes der Täufer konnten sich am Kirchweihsonntag dann auch die Salesianer-Patres Bernhard Kuhn und Piotr Polkowski freuen. Vorausgegangen war diesem ein Kirchenzug mit den Reuther Bläsern, allen Ortsvereinen mit Fahnen, dem Jubelverein sowie den Kerwasmadla und -burschen in Tracht. Wilhelm Zimmermann hatte ihn mit Böllerschüssen in Bewegung gesetzt.

Mit dem „Krapfnzamspiel’n“ und einem Besuch in der Grundschule und im Kindergarten, wo mit den Kindern Kerwaslieder gesungen, Süßigkeiten verteilt und jeweils eine Vereinsspende übergeben wurde, endete die Reuther Kerwa, die trotz Pandemieauflagen so gefeiert werden konnte, wie es sich für die Reuther mit seinen fränkischen Sitten und Bräuchen gehört. dia