Brieftauben
Erfolgreich bei Olympia
Erwin Ismaier (vorne) mit seiner Brieftaube, die die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Budapest gewann, Bürgermeister Bernd Ruppert (M.) und der ebenfalls erfolgreiche Brieftaubenzüchter Günter Winkler
Erwin Ismaier (vorne) mit seiner Brieftaube, die die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Budapest gewann, Bürgermeister Bernd Ruppert (M.) und der ebenfalls erfolgreiche Brieftaubenzüchter Günter Winkler
Foto: Mathias Erlwein
Hausen

Nicht nur die deutschen Wintersportler kämpfen in diesen Tagen um olympisches Edelmetall. Auch für die deutschen Brieftaubenzüchter gab es dieser Tage olympische Medaillen. Vier der Altvögel – also über einjährige Tauben – waren aus der Gemeinde Hausen bei der Olympiade in der ungarischen Hauptstadt Budapest mit dabei, bei der 15 Nationen vertreten waren: drei Brieftauben des seit Jahrzehnten erfolgreichen Züchters Günter Winkler und ein Altweibchen aus dem Schlag von Erwin Ismaier.

Und Ismaier fuhr mit seinem besonderen Weibchen einen Riesenerfolg ein, holte in den Einzelwertungen eine Silbermedaille für Deutschland. „2007 konnte ich mich schon einmal für die Olympiade in Ostende in Belgien mit einer Taube qualifizieren“, blickt er auf seinen letzten internationalen Erfolg zurück. Nicht so weit zurückschauen muss Günter Winkler. Er ist mit seinen Tauben regelmäßig seit fast 20 Jahren bei Olympia. Mit seinen prachtvollen Tauben erreichte er in Budapest Platz 4 bei den Altvögeln sowie die Plätze 4 und 6 bei den Altweibchen. „Dabei kommt es nicht nur auf die Schönheit der Tauben an. Damit die Tauben überhaupt zur Vorauswahl in Deutschland zugelassen werden, müssen die Brieftauben auch sportlich fit sein und Nachweise für große Streckenflüge haben“, erklärt Winkler.

In diesem Jahr war es ein ungewöhnlicher Weg, der zu den Olympiatauben der Standardklasse geführt hat. Nicht nur, dass die Brieftauben-Olympiade coronabedingt von 2021 auf 2022 verschoben werden musste, die Vorauswahl der deutschen Mannschaft fand nicht wie gewohnt auf der deutschen Brieftaubenausstellung in Dortmund, sondern bei Frankfurt am Main statt.

Seit Ende Dezember war die deutsche Preisrichtervereinigung auf der Suche nach den schönsten Tauben des Landes. Immerhin ging es darum, die fünf schönsten Altweibchen und Altmännchen für Deutschland zu nominieren. Bei der Endauswahl wurden diese aus 85 Tauben von 50 verschiedenen Züchtern ausgewählt. Die beiden Hausener Züchter stellten am Ende vier der zehn deutschen Olympiakandidaten und errangen dieses hervorragende Ergebnis, zu dem ihnen Bürgermeister Bernd Ruppert im Namen der Gemeinde Hausen herzlich gratulierte.

Für die deutsche Standard-Mannschaft gab es Gold in der Kategorie Jungtauben. Zudem sicherte sich das Team die Bronzemedaille in der Kategorie Alttauben. erl