Wasserkraft
Herbstmühle produziert Strom für 50 Haushalte
Die Besucher der Herbstmühle
Die Besucher der Herbstmühle
Foto: Thomas Dorscht
Ebermannstadt – Die Fraktion FDP/Bürgerforum war zusammen mit MdL Sebastian Körber (FDP) zu Gast in der Herbstmühle in Ebermannstadt, um sich vor Ort ein Bild über...

Die Fraktion FDP/Bürgerforum war zusammen mit MdL Sebastian Körber (FDP) zu Gast in der Herbstmühle in Ebermannstadt, um sich vor Ort ein Bild über die aktuelle Nutzung der Wasserkraft zu machen.

Der Eigentümer und Kraftwerksbetreiber Hubert Herbst erklärte, dass die Herbstmühle seit 1600 besteht und seit dieser Zeit die Wasserkraft der Wiesent nutzt. Sie präge damit, wie viele andere Mühlen in Bayern, auch die bayerische Flusslandschaft. Mit der Jahresleistung der aus dem Kleinkraftwerk aus Wasserkraft gewonnenen Energie können circa 50 Haushalte in Ebermannstadt mit elektrischem Strom versorgt werden.

In Bayern erzeugen etwa 4250 Wasserkraftwerke rund 16 Prozent des im Bundesland benötigten Stroms, und dies zu jeder Tages- und Nachtzeit. Sie sind somit grundlastsicher. Deshalb sind sie eine bedeutende Säule des Klimaschutzes. Das Gesetzespaket zur Energiewende sehe jedoch vor, kleine Wasserkraftanlagen mit einer Leistung mit bis zu 500 Kilowatt künftig nicht mehr zu fördern. Um Fische zu schützen, hat beispielsweise das Gitter vor dem Turbineneinlauf der Herbstmühle einen Stababstand von einem Zentimeter und verhindert somit, dass Fische in die Turbine gelangen können. Die Forderung der Grünen zum Abriss der Wasserkraftanlagen vergesse Aspekte wie Wasserwirtschaft, Energieerzeugung, Gewässerbau und Gewässerentwicklung. Durch einen Rückbau dieser Querbauwerke würde der Grundwasserspiegel sinken. Auch das Immaterielle Kulturerbe „Wässerwiesen in Franken“ wäre damit gestorben. red

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