Vision
Im Dormitz der Zukunft ernten Bürgerinnen und Bürger gemeinsam
Dormitz – Was Kleindormitz und Großdormitz heute noch trennt, könnte eine Vision „Grüne Mitte Dormitz“ als verbindendes Element stärken und verbinden. Marie Rac...

Was Kleindormitz und Großdormitz heute noch trennt, könnte eine Vision „Grüne Mitte Dormitz“ als verbindendes Element stärken und verbinden. Marie Rachinger erläuterte den Dormitzer Räten in der Gemeinderatssitzung, was dahintersteckt. Rachinger ist für das Planungsbüro Lorenz tätig, das für die Planung der Kita-Außenanlagen beauftragt wurde. So entstand die Bachelorarbeit zum Thema „Grüne Mitte Dormitz“. Es geht um die Umgestaltung der Freiräume am Brandbach zwischen Groß- und Kleindormitz. In einer Analyse ermittelte Rachinger, wie Dormitz verknüpft ist. Die Gemeinde ist durch die Hauptstraße in zwei Teile getrennt. Nämlich in Groß- und Kleindormitz. Hier gibt es nur zwei Übergänge. Um die beiden Ortsteile besser zu verbinden, wäre es sinnvoll, mehrere Übergänge für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen.

Idylle zwischen Wasserschleifen

Der Brandbach eignet sich mit den zwei Wasserschleifen hervorragend zur Schaffung für ruhige und idyllische Orte, die man zugänglich machen könnte. Ein Aktiv- und Spazierweg würden sich dazu ergänzen. Während der Aktiv-Weg Platz bietet für Jogger und Läufer, könnte der Spazierweg für entspanntes Genießen im Naturerfahrungsraum genutzt werden. Eine Streuobstwiese würde das Angebot ergänzen, wo Bürgerinnen und Bürger angeregt werden sollen, gemeinsam die Bäume zu pflegen und das Obst auch zu ernten.

Der Naturerfahrungsraum bietet Raum mit Atmosphäre, wenig Bauten aber sehr viel Natur im Wasserdelta. Bewusst wurde auf viele Spielgeräte verzichtet, da die Erfahrung zeigt, dass Kinder am liebsten in der Natur und am Wasser spielen, erklärt sie.

Da es in Dormitz keine Möglichkeit gibt, sich zwanglos zu treffen, wäre ein Bürgerzentrum neben dem Rathaus von Vorteil, da man von dort nur ein paar Meter zu den Brandbachauen hätte. Die Überschwemmungsgebiete müssten allerdings mit größeren Retentionsflächen begrenzt werden.

Landesgartenschau in Dormitz?

Marie Rachinger studierte in Weihenstephan und wollte mit dieser Ergebnispräsentation etwas Neues schaffen, „wo sich alle Bürger wiederfinden“. Dies sei ihr hervorragend gelungen, meint Bürgermeister Holger Bezold. Er findet die Arbeit zu schade für die Schublade. Mit diesem Projekt könnte eine Landesgartenschau in Dormitz verwirklicht werden. Der Gemeinderat fand die Arbeit gestalterisch sehr gelungen. Sie zeigt Potenziale und Möglichkeiten entlang des Brandbachs auf und könnte als Grundlage für einzelne Naherholungsprojekte herangezogen werden. Es berücksichtigt die Belange des Hochwasserschutzes und sieht Rotationsflächen dafür vor. In Zeiten, in denen der Fokus immer mehr auf Natur und Klimaschutz gelegt wird, kann durch die Umsetzung eines solchen Konzepts Grünfläche bewahrt und effektiv zur Naherholung vorgehalten werden. „Man sollte vielleicht die Konzeption zur Landschafts-, Wege- und Bereichsgestaltung entlang des Brandbaches den Eigentümern vorstellen“, sagte der Bürgermeister. Marie Rachinger habe die Präsentation der Gemeinde Dormitz dafür zur Verfügung gestellt.