Bund Naturschutz
Infos über Kernwege und das Krötenleitsystem
Oberehrenbach – Bei der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Kunreuth-Leutenbach im Bund Naturschutz (BN) freute sich Vorsitzender Georg Schütz, die Mitglieder der O...

Bei der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Kunreuth-Leutenbach im Bund Naturschutz (BN) freute sich Vorsitzender Georg Schütz, die Mitglieder der Ortsgruppe sowie Rotraud Krüger vom Kreisvorstand nach langer coronabedingter Pause wieder in Präsenz im Gasthof „Zur Sonne“ in Oberehrenbach begrüßen zu dürfen.

Die Formalien der Hauptversammlung waren schnell abgehakt. Kassierer und Vorstand wurden entlastet.

Annette Grün berichtete anschließend vom Abschluss des Monitorings zum neuen Krötenleitsystem entlang der Kreisstraße zwischen Leutenbach und Kirchehrenbach. Das System scheine zu funktionieren. Es soll in den kommenden Jahren beobachtet werden. Das „Krötentragen“ im Frühjahr, ein fester Bestandteil der Aktivitäten der Ortsgruppe seit den 80er Jahren, ist damit Geschichte.

Norbert Braun, stellvertretender Ortsgruppenvorsitzender und Sprecher der Interessengemeinschaft (IG) „Für eine bäuerliche Landwirtschaft Fränkische Schweiz“, stellte einen Flyer der IG zum geplanten interkommunalen ländlichen Kernwegenetz vor. Die ersten Ortsbegehungen in den zehn Gemeinden der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) „Fränkische Schweiz aktiv“ – auch die Gemeinden Kunreuth und Leutenbach gehören dazu – fanden bereits statt oder stehen noch im Juli an. Mit dem Flyer möchte die Interessengemeinschaft, die auch vom BN unterstützt wird, die Bevölkerung informieren und zur Teilnahme in ihren Gemeinden bewegen.

Ziel der IG sei, die Landwirtschaft der Zukunft über faire Preise naturverträglicher zu gestalten. Ein interkommunales Kernwegenetz wird als weiteres Strukturelement des Industrialisierungsprozesses hin zu immer größeren und schwereren Maschinen für eine Produktion auf immer größeren Anbauflächen kritisch gesehen. Unbedingt notwendige Kernwege müssten umweltverträglich und mit möglichst wenig Versiegelung gebaut werden.

Abschließend wurden die anstehenden Pflegearbeiten am Kalkflachmoor Steingraben besprochen. Georg Schütz konnte berichten, dass nach den Rückgängen in den letzten trockenen Jahren heuer wieder ein leichter Anstieg bei der Anzahl der Orchideen zu beobachten war. red