Ausstellung
Kunst über Grenzen hinweg
Der verkleidete junge Künstler Alexandr Markin (rechts) bei seinem Besuch in Gößweinstein mit Co-Produzentin Gabriele Popov (Mitte) und Museumsleiterin Regina Urban
Der verkleidete junge Künstler Alexandr Markin (rechts) bei seinem Besuch in Gößweinstein mit Co-Produzentin Gabriele Popov (Mitte) und Museumsleiterin Regina Urban
Foto: privat
Gößweinstein – Alexandr Markin, der junge russische Staatskünstler im Fach Skulptur/Plastik, Bester seines Jahrgangs, konnte seine erste Einzelausstellung im Wallfah...

Alexandr Markin, der junge russische Staatskünstler im Fach Skulptur/Plastik, Bester seines Jahrgangs, konnte seine erste Einzelausstellung im Wallfahrtsmuseum Gößweinstein vor Ort besichtigen. Damit war dieses Ziel zweimaliger Verlängerung der Ausstellung „INRI“ erreicht. „Es ist uns eine große Freude, besonders nachdem ich schon nicht mehr damit gerechnet hatte“, meinte die Museumsleiterin Regina Urban.

Angemeldet waren mehrere Personen zur Sonderführung in der Ausstellung „INRI“. Gabriele Popov, die als künstlerische Co-Produzentin die Entwürfe des jungen Plastikers großmaßstäblich umsetzte, übersetzte simultan für die Gäste aus Litauen, einen jungen Mann und eine junge Frau. Gegen Ende der Führung, angelangt vor dem Gekreuzigten „INRI“, sollte der Urheber der Kunstschau per Handy dazugeschaltet werden. Doch dieser schien nicht erreichbar. Stattdessen zog mit einem Mal die junge Litauerin Perücke und Maske vom Kopf, und zum Vorschein kam Alexandr Markin, der 28-jährige gebürtige Donkosak und lang ersehnte Ehrengast der Ausstellung. Künstler sind für Überraschungen gut! Umso mehr, wenn noch ein Hauch von Zirkus mitwirkt, wie im Fall der Präsentation der Ausstellung „INRI“, die auch eine Hommage an den 2016 verstorbenen weltberühmten russischen Clown Oleg Popov ist.

Der Weg zum Ziel war eine halbe Weltreise: von Moskau über Barcelona nach Gößweinstein! Die Möglichkeiten in Zeiten sich ständig ändernder, international durchaus unterschiedlich gehandhabter Corona-Auflagen sind bisweilen abenteuerlich und verlangen vor allem Gelassenheit. „Always look on the bright sight of life“ (Schau immer auf die Sonnenseite des Lebens)! Diese Empfehlung des Titelsongs aus dem Filmklassiker „Das Leben des Brian“ im Herzen, ergriffen Alexandr Markin und sein Reisegefährte aus Moskau die willkommene Gelegenheit, auf den Spuren des katalanischen Künstlers Antoní Gaudí zu wandeln: La Sagrada Familia, Parque Guell, Zauber und Fantasie des Modernismo, die katalanische Version des Jugendstils, begeisterte die junge russische Künstlerseele wie auch den Reisegefährten Daniil, mit dem die rund 5000 Kilometer zurückgelegt wurden. Die nächsten Wochen sind der Kunstentdeckung in Deutschland, speziell in Franken gewidmet und dem Ausbau weiterer völkerverbindender künstlerischer Projekte. red