Jubiläen
Nach der eisernen Hochzeit auch den 90. Geburtstag gefeiert
Das Bild zeigt von links den Hochzeits- und Geburtstagsjubilar Otto Messingschlager, daneben Urenkel Karl mit seinem Vater Florian, Urenkelin Klara mit Mutter Annika und abschließend die Jubelbraut Erika Messingschlager.
Das Bild zeigt von links den Hochzeits- und Geburtstagsjubilar Otto Messingschlager, daneben Urenkel Karl mit seinem Vater Florian, Urenkelin Klara mit Mutter Annika und abschließend die Jubelbraut Erika Messingschlager.
Foto: Karl Heinz Wirth
Effeltrich – Das Fest der „eisernen Hochzeit“ gemeinsam zu erleben, ist nur wenigen Eheleuten vergönnt. Erika und Otto Messingschlager können sich über 65...

Das Fest der „eisernen Hochzeit“ gemeinsam zu erleben, ist nur wenigen Eheleuten vergönnt. Erika und Otto Messingschlager können sich über 65 glückliche Ehejahre freuen. Nur zehn Tage nach seiner eisernen Hochzeit feierte Otto Messingschlager auch seinen 90. Geburtstag.

Begonnen hatte das gemeinsame Glück beim Tanz in ihrem Heimatort Effeltrich, bei dem Otto Messingschlager ein Auge auf das fesche Mädchen geworfen hatte. Aus der anfänglichen Liebelei entwickelte sich eine Liebe, die ein ganzes Leben lang halten sollte. Am 11. Mai 1957 führte Otto Messingschlager seine Braut Erika Stirnweis, wie sie mit Mädchenname hieß, zum Traualtar in der Martinskirche in Forchheim. Die Ehe wurde mit drei Söhnen und einer Tochter gesegnet. Zwischenzeitlich gehören fünf Enkel und zwei Urenkel zur Familie.

Gleich nach der Hochzeit bauten sie gemeinsam in Effeltrich ein eigenes Haus. „Es war damals für uns keine einfache Zeit, wir hatten nicht viel Geld“, sagt der Jubilar „Wenn ich zurückdenke, dass wir im Vergleich zu heute mit viel weniger auskommen mussten, waren wir dennoch zufrieden und glücklich.“ Und: „Meinen Hochzeitsanzug habe ich mit fünf Mark wöchentlich beim Schneider abbezahlt.“

Als Schreiner verdiente Otto Messingschlager jahrelang das tägliche Brot für die Familie. Das wirtschaftliche Umfeld zwang ihn aber, sich einen anderen Broterwerb zu suchen. Als Industriemeister war er bei der Firma Winter in Bubenreuth beschäftigt und nach deren Schließung ging er zur Buchdruckerei Müller, bei der er bis zu seinem Ruhestand beschäftigt war.

Erika Messingschlager wechselte nach ihrer Ausbildung zur Büroangestellten zu einem großen Autohaus nach Erlangen, um sich nach der Geburt ihrer Kinder voll deren Erziehung zu widmen.

Beide engagierten sich im Vereinsleben. Otto Messingschlager spielte ab seinem dreizehnten Lebensjahr Fußball in der Jugendmannschaft und wechselte mit dem 16. Lebensjahr in die erste Mannschaft. Danach übernahm er das Team als Spielleiter und schaffte mit dieser Mannschaft den Aufstieg in die Bezirksliga. „Man kann sich nicht vorstellen, wie wir uns darüber gefreut haben“, erzählt er voller Stolz.

Weiter war er Gründungsmitglied bei den Bavariaschützen und ist heute noch aktiver Schütze beim Schützenverein Frankonia. Beide Eheleute erfreuen sich bester Gesundheit, können ihren Haushalt selbständig versorgen und bearbeiten gemeinsam ihren großen Zier-, Gemüse- und Obstgarten. Zur Entspannung liest Erika Messingschlager sehr gerne und ihr Mann Otto musiziert regelmäßig auf seinem Keyboard.