Nationale Euphorie greift um sich
Konvent der Armen Schulschwestern, aufgenommen zum 100. Jubiläum 1954. Nach 1945 kehrten die Ordensfrauen als Lehrerinnen an die Katholische Mädchenschule zurück (Aus: Dieter George, Zwischen gestern und heute. Forchheimer Alltagsansichten der 1950er bis 1970er Jahre. Ausstellungskatalog 2012, S. 58)
Konvent der Armen Schulschwestern, aufgenommen zum 100. Jubiläum 1954. Nach 1945 kehrten die Ordensfrauen als Lehrerinnen an die Katholische Mädchenschule zurück (Aus: Dieter George, Zwischen gestern und heute. Forchheimer Alltagsansichten der 1950er bis 1970er Jahre. Ausstellungskatalog 2012, S. 58)
Foto: Repros: Franze
LKR Forchheim – Lokalgeschichte  Die Katholische Kirche sprach von einer „nützlichen Zusammenarbeit“ mit den Nationalsozialisten. Doch bald folgten Beschlagnahmungen und Verbote. In mehreren Orten um Forchheim kam es zu Protestaktionen.

Bevor der Reichstag gegen die Stimmen der SPD die gesamte Gesetzgebung am 23. März 1933 auf Adolf Hitler übertrug, hatte dieser erklärt, die Rechte der christlichen Kirchen nicht anzutasten. Wörtlich sagte er: „Die Sorge der Regierung gilt dem aufrichtigen Zusammenleben zwischen Kirche und Staat; der Kampf gegen eine materialistische Weltanschauung.“ Daraufhin hob fünf Tage später die deutsche Bischofskonferenz das Verbot für Katholiken auf, Mitglied der NSDAP zu werden. Die Gläubigen in Forchheim und in der Fränkischen Schweiz erfuhren davon Ende März über das Amtsblatt der Erzdiözese Bamberg.

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