Frühjahrsputz
Protestaktion des Fördervereins Höhenschwimmbad Gößweinstein
Gößweinstein – „Ist das Ehrenamt in Gößweinstein nicht mehr erwünscht ?“ Diese Frage stellte der Vorsitzende des Fördervereins Höhenschwimmbad Gößweinstein, Martin R...

„Ist das Ehrenamt in Gößweinstein nicht mehr erwünscht ?“ Diese Frage stellte der Vorsitzende des Fördervereins Höhenschwimmbad Gößweinstein, Martin Redel, am Samstagnachmittag, als 18 Mitglieder des Vereins mit Rasentraktor und Gartenwerkzeug vor dem Freibad zu einer Protestaktion angerückt waren. Dem Verein sei es vom Markt Gößweinstein untersagt worden, wie alljährlich den Frühjahrsputz im Freibadgelände durchzuführen. Laut Redel war alles vorbereitet und mit der Gemeinde abgesprochen, sogar ein Hygienekonzept sei für diesen Arbeitseinsatz vorgelegt worden. Umso mehr verwundert sei man dann im Verein gewesen, als die Absage der Gemeindeverwaltung per E-Mail kam. „Sie lautete ohne nähere Erläuterung, dass die anstehenden und notwendigen Arbeiten im Höhenschwimmbad vom Bauhof erledigt werden sollen.“

Redel betonte: „Wir verstehen dieses Verhalten einfach nicht.“ Denn diese Frühjahrsaktion hatte bisher beiderseitigen Nutzen: Die Mitglieder des Fördervereins konnten sich für ihr gemeinsames Ziel – den Erhalt des Naturbades – einsetzen, und die Gemeinde wurde damit finanziell entlastet. Das Betriebskonzept des Bades beruhe auch darauf.

Einen sommerlichen Badebetrieb wird es aber wegen der Corona-Auflagen auch heuer nicht geben. „Das ist der Nachteil eines kostenfreien Bades ohne eigenes Personal“, sagt Bürgermeister Hanngörg Zimmermann auf Nachfrage dieser Zeitung. Scheitern würde ein Badebetrieb schon an der Registrierung der Besucher. Auch ein Pächter sei noch nicht in Sicht.

Zimmermann ist verwundert über die Aktion des Freibadfördervereins. Denn Martin Redel und Clemens Schrüfer vom Verein seien in den Arbeitskreis Hohenschwimmbad vollkommen eingebunden und hätten alle Informationen. Ein Frühjahrsputz durch die Vereinsmitglieder macht laut Zimmermann heuer deshalb keinen Sinn, weil das Bad schon seit über einem Jahr zu ist. Deshalb müssten nun erst grundlegende Arbeiten von den Bauhofmitarbeitern ausgeführt werden, die für diesen Monat bereits terminiert seien. Anfang Mai 2022 solle das Bad dann wieder geöffnet werden. tw