Fronleichnam
Prozession mit Tracht und Pracht
Diakon Norbert Naturski trägt das Allerheiligste.
Diakon Norbert Naturski trägt das Allerheiligste.
Foto: Karl Heinz Wirth
Effeltrich – Zu den eindrucksvollsten katholischen Festen zählt Fronleichnam, das Fest des „Heiligsten Leibes und Blutes Christi“, das in der Mitte des 13....

Zu den eindrucksvollsten katholischen Festen zählt Fronleichnam, das Fest des „Heiligsten Leibes und Blutes Christi“, das in der Mitte des 13. Jahrhunderts kirchlicherseits eingeführt wurde. Besonders feierlich wird die Fronleichnamsprozession im fränkischen Trachtendorf Effeltrich abgehalten.

Das Fronleichnamsfest ist ein Höhepunkt im katholischen Kirchenjahr. An diesem Feiertag geht es darum, den Glauben der Gemeinde zu stärken durch eine ausgiebige Feier des Leibes und Blutes Christi und der Einsetzung der Eucharistie. Nach der Eucharistiefeier, zelebriert von Pfarrer i. R. Albert Löhr in der Effeltricher St.-Georgskirche, bewegte sich der farbenprächtige Festzug mit dem Allerheiligsten, getragen von Diakon Norbert Naturski, mit den Mariengnadenbildern und dem heiligen Georg vorbei an vier Altären durch die Straßen von Effeltrich.

Dabei ist es für viele Effeltricher eine Ehre, bei der Prozession mitzuhelfen. Die wertvollen Mariengnadenbilder werden von jungen Frauen in Effeltricher Tracht mit dem Hohen Kranz getragen und das Standbild des heiligen Georg von jungen Männern in Tracht. Die Gebete, Gesänge und Segensworte werden über Lautsprecher an den Altären und während der Prozession übertragen, so dass alle Besucher an dem feierlichen Geschehen und der Liturgie teilnehmen können. Die musikalische Gestaltung der Prozession übernahm der Musikverein Effeltrich.

Ausstellung am Sonntag zu sehen

Nach dem Ende der Prozession und dem Schlusssegen in der Kirche waren alle Beteiligten und Gäste zur Ausstellung über den Erzbischöflichen Geistlichen Rat Georg Jung in den Pfarrhof in St. Georg eingeladen. Die Ausstellung soll an sein Wirken und an die Einführung des Georgiritts erinnern. Er hat dazu beigetragen, dass Effeltrich neben der Linde, der Kirchenburg, den Trachten und dem Brauchtum seine Bekanntheit steigern konnte. Er kam am 1. Januar 1927 als Kuratus nach Effeltrich, Gaiganz und Ermreus, wo er mit insgesamt 57 Jahren Dienstzeit bis zu seiner Pensionierung am 1. November 1979 wirkte. Die Ausstellung kann am Sonntag, 19. Juni, von 13 bis 16 Uhr im Pfarrhof Effeltrich besichtigt werden.