Diskussion
Rathausumzug: Haselmeier stellt seine Kostenberechnung vor
Kohlstein

Zehn Kohlsteiner und ein Hugenberger Bürger sowie Dritter Bürgermeister Manfred Hänchen und Marktgemeinderat Dietmar Winkler (beide CSU) kamen zur ersten Informationsversammlung der Interessengemeinschaft (IG) „Zukunft Rathaus Gößweinstein“ in das Gasthaus „Zur fröhlichen Runde“ in Kohlstein. Die IG um ihren Sprecher Ferdinand Haselmeier will verhindern, dass die Marktverwaltung und die Touristinfo in das katholische Pfarrhaus umziehen.

Am 4. Dezember entscheiden die Gößweinsteiner zwischen dem Bürgerbegehren „Kein Rathaus ins Pfarrhaus“ und dem Ratsbegehren „Rathaus ins Pfarrhaus“ per Bürgerentscheid. Die Anwesenden folgten der Argumentation von Haselmeier. Er betonte, dass es auf Dauer kein zumutbarer Zustand für die Mitarbeiter im alten Rathaus sei. Die Kostenschätzungen seien aber immer höher geworden und lägen schon bei 9,25 Millionen Euro. Die Regierung von Oberfranken habe Städtebaufördermittel in Aussicht gestellt. Für den Markt verblieben somit rund 2,75 Millionen Euro Eigenbeteiligung. Haselmeier hält diese Zahlen für Schönfärberei und rechnet wegen der Baupreisentwicklung bis zur voraussichtlichen Fertigstellung 2025 mit Gesamtkosten von zwölf Millionen Euro. Insgesamt seien 17 Zimmer für zwölf Mitarbeiter, davon drei Teeküchen, im zukünftigen Rathaus eingeplant. Haselmeier bezeichnete dies als „Größenwahn“. Der Erbbauzins beträgt jährlich 4002 Euro für die nächsten 60 Jahre, wenn das Rathaus nicht ins Pfarrhaus kommt, informierte Hänchen, ein bisher nicht bekannter Aspekt. Die Gemeinde könne die nächsten 60 Jahre nicht aus dem Vertrag aussteigen, erklärte er.

Einzige Alternative für Haselmeier ist ein Umbau oder der Abriss des alten Rathauses und ein Neubau an gleicher Stelle.

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