Reiten findet Weg in die Grundschulen
Erste Reitstunde mit Kultusstaatssekretärin Anna Stolz und Schirmherrin Karin Baumüller-Söder (r.)
Erste Reitstunde mit Kultusstaatssekretärin Anna Stolz und Schirmherrin Karin Baumüller-Söder (r.)
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Heroldsbach – sport  Nicht nur Reck, Barren und Volleyball: Grundschüler sollen im Sportunterricht künftig auch reiten. In Heroldsbach wurde dazu ein Projekt vorgestellt.

Die Leidenschaft für Pferde erwacht bei vielen Kindern schon in jungen Jahren – und immer mehr Grundschulen wollen ihnen entsprechende Angebote machen. „Wir verspüren eher ein zunehmendes Interesse. Schulen interessieren sich dafür, ihr Angebot breiter zu fächern“, sagt Thomas Schreder, Geschäftsführer des Bayerischen Reit- und Fahrverbands (BRFV). Man verzeichne eine Zunahme an Anfragen zu Angeboten rund um den Schulsport.

Kooperationen mit Schulen

Derzeit gibt es laut BRFV bereits einige Kooperationen zwischen Reitvereinen und Schulen, vor allem in Niederbayern und der Oberpfalz und vor allem mit Realschulen und Gymnasien. Gemeinsam mit dem Kultusministerium will der Verband mit der Initiative „Reiten in der Grundschule“ den Sport noch stärker für die Jüngeren zugänglich machen.

„Reiten ist ein ganz besonderer Sport, der Empathie, Gleichgewichtssinn und Bewegung gleichermaßen fordert und fördert“, sagte die Schirmherrin der Initiative, Karin Baumüller-Söder, bei der Vorstellung des Projekts am Donnerstag in Heroldsbach. Die Ehefrau des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) ist selbst eine jahrzehntelang turniererfahrene Springreiterin.

Welches Kind träumt nicht davon, auf einem Pferd zu reiten und auf seinem Rücken neue Welten zu entdecken? Die Vierbeiner üben seit jeher eine große Faszination auf Menschen aus, sie stehen für Freiheit, Sport und Abenteuer. „Das Reiten ist eine besondere Sportart“, bestätigt Kultusstaatssekretärin Anna Stolz (FW). Gemeinsam mit der Schirmherrin stellte sie am in der Reitanlage des Reit- und Fahrvereins Schloss Thurn die Initiative „Reiten in der Grundschule“ vor. Die Zusammenarbeit des Reitvereins mit der Schule soll Vorbild für ähnliche Kooperationen anderswo im Freistaat sein.

Verantwortung übernehmen

Anna Stolz sagte: „Der Umgang mit einem Tier bedeutet immer, eine gewisse Verantwortung zu übernehmen und sich gegenseitig zu respektieren. Auch Geduld und Ruhe spielen eine wichtige Rolle. Eigenschaften, die junge Menschen oft erst lernen müssen und die ihnen in der Schule vermittelt werden. Daher wünsche ich mir sehr, dass viele Grundschulen zukünftig auch auf die Kooperation mit Reitvereinen setzen können.“

Söder: „Pferdeliebhaberin“

Die Schirmherrin Karin Baumüller-Söder betonte: „Als begeisterte Pferdeliebhaberin weiß ich aus eigener Erfahrung, wie bereichernd der Umgang mit Pferden sein kann.“ Sie freue sich deshalb sehr, dass mit der Initiative wieder mehr Kinder in Bayern in Kontakt mit Ponys und Pferden kommen und die Chance auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Pferden erhielten, der in jeder Hinsicht sehr gewinnbringend sei. „Für einige von ihnen wird das der Beginn einer lebenslangen Leidenschaft für Pferde und Reitsport sein“, meinte sie.

Nach einer kurzen Talkrunde über den Hintergrund und die Ziele der Initiative überreichten Anna Stolz und Karin Baumüller-Söder passende Starterpakete an die Schülerinnen und Schüler der Heroldsbacher Grundschule.

Die Schule kooperiert seit diesem Schuljahr mit dem Reit- und Fahrverein Schloss Thurn, so dass die beiden prominenten Besucherinnen sogleich einen Einblick davon bekamen, was die jungen Reiterinnen und Reiter über den richtigen Umgang mit den Vierbeinern sowie die Kunst von Schritt, Trab und Galopp so alles lernen werden. red/dpa

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