Schulung
Richtige Grünpflege kann die Artenvielfalt fördern
Bei der Maschinenvorführung: Bauhofmitarbeiter testen Maschinen zur ökologischen Grünflächenpflege.
Bei der Maschinenvorführung: Bauhofmitarbeiter testen Maschinen zur ökologischen Grünflächenpflege.
Foto: Landratsamt Forchheim
Wiesenttal – Seit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ist der Rückgang der Artenvielfalt ein zentrales gesellschaftliches Thema. Diese Entwicklung kann nach Ansi...

Seit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ist der Rückgang der Artenvielfalt ein zentrales gesellschaftliches Thema. Diese Entwicklung kann nach Ansicht des Landratsamtes Forchheim nur gestoppt werden, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen. Eine wichtige Rolle hierbei spielen die Kommunen mit ihren zahlreichen Flächen, die täglich durch ihre Bauhofmitarbeiter gepflegt werden. Im Rahmen der Initiative „Blühpakt.Bayern“ wurde daher bayernweit zu Bauhofschulungen zur Förderung der Artenvielfalt aufgerufen.

In Theorie und Praxis

Im Landkreis Forchheim werden diese Aktionen gemeinschaftlich von Hans Schilling (Kreisfachberater für Gartenbau), Laura Söllner (Biodiversitätsberaterin an der Unteren Naturschutzbehörde) und Jana Wiehn (Landschaftspflegeverband Forchheim) angeboten, wie aus einer Mitteilung des Landratsamtes hervorgeht. Den Auftakt der neuen Schulungsreihe bildete ein Theorieteil, der bereits im Frühjahr als Online-Schulung abgehalten wurde. Hierbei wurde herausgearbeitet, warum die insektenschonende Pflege auf kommunalen Flächen wichtig ist, wie diese in der Praxis erfolgen kann und mit welcher Technik sie gelingt.

Dieser Tage wurde nun im Rahmen einer Maschinenvorführung die Möglichkeit geboten, das erworbene Wissen aus dem Theorieteil rund um die ökologische Pflege zu vertiefen und zahlreiche Geräte im Einsatz zu sehen sowie auszuprobieren. Eingeladen hierzu waren alle Bürgermeister und Mitarbeiter der Bauhöfe im Landkreis Forchheim sowie der Kreisbauhof und zahlreiche kommunale Dienstleister. Die Gemeinde Wiesenttal ermöglichte es, dass die Maschinen und Geräte mehrerer Hersteller auf mehreren Flächentypen zwischen Niederfellendorf und Rothenbühl auf Herz und Nieren geprüft werden konnten. So lernten die 32 Teilnehmenden die passende Technik vom Mähen bis zum Abräumen für die ökologische Pflege von Straßenrändern und kommunalen Grünflächen kennen. Jedem Teilnehmer bot sich die Möglichkeit, die Geräte anzuwenden und Fragen mit den Firmenvertretern zu klären.

Es geht weiter

Die Schulungsreihe soll jährlich mit wechselnden Themenschwerpunkten fortgesetzt werden. Die Planungen für das Jahr 2022 laufen bereits. Ziel ist es, die öffentlichen Grünflächen durch angepasste Pflege zum Blühen zu bringen und so Lebensräume für Insekten und andere Tierarten zu schaffen. red