Schwimmvereine bringen Ideen ein
Die Forchheimer Wassersport- und Schwimmvereine haben ihre Ideen für die Sanierung des Königsbades vorgebracht.
Die Forchheimer Wassersport- und Schwimmvereine haben ihre Ideen für die Sanierung des Königsbades vorgebracht.
Foto: Barbara Herbst/Archiv
Forchheim – Sanierung Der Plan für die großangelegte Sanierung des Forchheimer Ganzjahresbades steht fest. Vorschläge der gemeinnützigen Gruppen sollen in die Planung einfließen. Demnach könnte der Haupteingang verlegt werden.

Die Planungen zur Sanierung und Attraktivitätssteigerung des Forchheimer Königsbads gehen in die nächste Phase: Nach umfangreichen Gesprächen mit Architekten und Fachplanern wurden die Mitglieder der sogenannten wassersporttreibenden Vereine gehört. Denn wer könnte nicht besser urteilen über die geplanten Sanierungsvorhaben als diejenigen, die quasi tagtäglich von Berufs wegen damit zu tun haben?

Rund 25 Mitglieder von Schwimmsportverein (SSV), Deutscher Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), Wasserwacht, Tauchvereinen und auch Vertreter der Schulen waren dafür zu einem gemeinsamen Treffen ins Königsbad gekommen. „Uns ist es wichtig, dass die Planung nicht ausschließlich am grünen Tisch entschieden wird, sondern dass auch wichtige Anregungen und praxisnahe Ideen aus dem täglichen Schwimmalltag mit einfließen“, sagte Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD).

Alle Planungen sind laut Pressemitteilung der Stadt Forchheim darauf ausgerichtet, den ganzjährigen Badebetrieb aufrechtzuerhalten. Trotz des Umbaus werde das Königsbad geöffnet bleiben. Schwimmer, Vereine und Schulen sollen das Königsbad kontinuierlich weiternutzen können. Einzig für die alljährliche Revision ist das Königsbad vom 12. bis 24. September geschlossen.

Das sind die Vorschläge des gemeinsamen Ideenaustauschs:

1. Energie: Zur Einsparung von Energie könnte das große Freibad-Schwimmerbecken künftig eine Abdeckung erhalten. Eine Isolierfolie kann dann dafür sorgen, dass die Wassertemperatur im Außenbecken in kühlen Nächten weniger stark absinkt. Zusätzliche Wärme soll in den kühlen Monaten mit einer Absorberanlage ins Becken gebracht werden. Dafür können bereits bestehende Rohre vom Innenbereich des Bades ins Außenbecken gelegt werden.

2. Eingang: Der bestehende Haupteingang des Königsbades könnte verlegt werden und Platz für einen neuen, großzügigen und zentralen Sommer- und Wintereingang machen. Damit würde auch der bestehende Sommereingang des Freibads entfallen. Für Schulen und Schwimmkursbesucher soll es einen gesonderten Eingang geben. Der Vorteil läge dabei auf der Hand: Der Eingangsbereich wird entzerrt, die Wartezeiten an den Kassen werden verkürzt.

3. Umkleiden: Mehr Föne hatten sich die Schwimmlehrer und -lehrerinnen für ihre Schüler gewünscht. Deswegen soll es eine neue sogenannte Fön-Insel geben. Der Vorschlag einer Gender- beziehungsweise Unisex-Umkleide wird geprüft.

4. Technik: Der Betriebshof könnte in das Areal rund um das alte Hausmeisterhaus verlegt werden. Auf dem Gelände, auf dem momentan auch das „Kultur-Sommer-Quartier“ veranstaltet wird, könnte es im Hausmeisterhaus außerdem ein Büro für die Kulturveranstaltung geben.

5. Sauna: Das Ruhehaus im Saunabereich soll zum zweistöckigen Gebäude werden. Hier wäre außerdem genügend Platz für einen zusätzlichen Aufenthaltsbereich mit einem separaten Zugang für die Mitarbeiter. Eine zusätzliche Toilettenanlage inklusive Behindertentoilette, die für die Badegäste aus dem Außenbereich zugänglich ist, könnte hier ebenfalls integriert werden. red

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