Projekt
Wie in Heroldsbach aus altem Fett Biokraftstoff wird
Bürgermeister Benedikt von Bentzel, Umweltminister Thorsten Glauber, Heiko Lesch und Hubert Zenk bei der Übergabe der Teilnahmeurkunde für den Umwelt- und Klimapakt Bayern
Bürgermeister Benedikt von Bentzel, Umweltminister Thorsten Glauber, Heiko Lesch und Hubert Zenk bei der Übergabe der Teilnahmeurkunde für den Umwelt- und Klimapakt Bayern
Foto: Wirth
Heroldsbach – Ärgerlich und teuer ist es, wenn Altfett und Speiseöl über die Kanalisation entsorgt werden und in den Pumpenhäusern zum Problem werden, da sie dort e...

Ärgerlich und teuer ist es, wenn Altfett und Speiseöl über die Kanalisation entsorgt werden und in den Pumpenhäusern zum Problem werden, da sie dort erhebliche Mehrarbeit und Mehrkosten verursachen, die über Kanalgebühren von der Allgemeinheit wieder bezahlt werden müssen, sagt Hubert Zenk. Neben dem erhöhten Aufwand werden Ungeziefer und Schädlinge angezogen, die Krankheiten und Keime verbreiten. Er weist darauf hin, dass Fett oder Öl nicht über die Kanalisation entsorgt werden darf.

Zumindest kleinere Mengen, wie sie in Privathaushalten anfallen, können nun mit dem Nachhaltigkeitsprojekt „Jeder Tropfen zählt“ in Heroldsbach abgegeben werden. Umweltminister Thorsten Glauber, Bürgermeister Graf Benedikt von Bentzel und die Initiatoren der Sammlung, Hubert Zenk (Jeder Tropfen zählt GmbH) sowie Heiko Lesch (Lesch Altfettentsorgung und –recycling), nahmen am Montag den Sammelautomaten am Bahnhof offiziell in Betrieb.

Als Anerkennung überreichte Umweltminister Thorsten Glauber dem Unternehmen Lesch die Teilnahmeurkunde für den Umwelt- und Klimapakt Bayern. Glauber: „Mit dem professionellen Recycling von gebrauchtem Speisefett und Öl trägt das Unternehmen zum Umweltschutz und zur Nachhaltigkeit bei.

Als erfreulich bezeichnete es der Minister, dass auch der Forchheimer Kreistag das Nachhaltigkeitsprojekt der Firma Lesch befürwortet und die Raiffeisenbank Heroldsbach das Projekt mit ihrem Sponsoring unterstützt.

Bürgermeister von Bentzel stellt fest: „Für unser Kanalsystem ist die richtige Entsorgung von Speisefett wichtig, denn sie bringt uns langfristig eine Verbesserung, da das kalte Fett die Abwasserrohre im Bereich der Hausanschlüsse und der Kanalisation leichter verstopfen lässt.“ Er hoffe, dass die Bürger von dieser Alternative der Fettentsorgung regen Gebrauch machen und diese eine hohe Akzeptanz in der Gemeinde erfahre.

Aus den Altfetten und Ölen wird Biokraftstoff mit einer über 90 Prozent besseren CO2 -Bilanz als konventioneller Diesel. An jeden Haushalt in Heroldsbach wird ein 1,2 Liter fassender Behälter verteilt. Die vollen Behälter können am Sammelautomaten kostenlos abgegeben und gegen leere Behälter ausgetauscht werden.