Spendenaktion
Wieder mit großem Herz
Markus Metzler (Leiter Kinderonkologie) und Sara Getachew Akiliu (Pflegefachhelferin Onkologische Tagesklinik) nahmen von Andrea Reuter (2. v. l.; Inhaberin Ardeko) und ihrer Freundin Inge Rauh eine riesige Tüte voller Geschenke und einen Spendenscheck entgegen.
Markus Metzler (Leiter Kinderonkologie) und Sara Getachew Akiliu (Pflegefachhelferin Onkologische Tagesklinik) nahmen von Andrea Reuter (2. v. l.; Inhaberin Ardeko) und ihrer Freundin Inge Rauh eine riesige Tüte voller Geschenke und einen Spendenscheck entgegen.
Foto: Michael Rabenstein/Uni-Klinikum Erlangen
Neunkirchen am Brand – Mit ihrem Elan und ihren guten Absichten hat Andrea Reuter erneut viele Menschen angesteckt: Dank der großen Beteiligung ihrer Stammkundschaft konnte ...

Mit ihrem Elan und ihren guten Absichten hat Andrea Reuter erneut viele Menschen angesteckt: Dank der großen Beteiligung ihrer Stammkundschaft konnte die Einzelhändlerin aus Neunkirchen am Brand nun einen Scheck in Höhe von 1549,26 Euro an Markus Metzler, Leiter der Kinderonkologie des Universitätsklinikums Erlangen, überreichen.

Es war bereits die dritte vorweihnachtliche Spende, die Andrea Reuter zur Kinder- und Jugendklinik (Direktor Joachim Wölfle) trug. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Inhaberin des Geschäfts Ardeko hatte neben dem Scheck eine riesige Geschenktüte voller Präsente für die krebskranken Kinder und Jugendlichen im Gepäck. Darin befanden sich unter anderem Bücher, Schmuck- und Bastelsets sowie Schokoladentafeln mit guten Wünschen.

„Es ist inzwischen gute Tradition, dass wir in der Adventszeit die Einkäufe unserer Kundinnen und Kunden auf Wunsch als Geschenke verpacken“, erläuterte Andrea Reuter, „dafür bitten wir um eine Spende zugunsten der Erlanger Kinderonkologie.“ Manch einer habe nur zehn Cent gegeben, eine andere habe dafür großzügig einen Geldschein in den gläsernen Sammelbehälter geworfen, der sich mit jedem Tag gut sichtbar immer mehr gefüllt habe. „Besonders rührend ist es immer, wenn Kinder vorbeikommen und zum Beispiel ihr Taschengeld spenden“, berichtete Andrea Reuter, „ich möchte einfach allen Kindern eine Freude machen. Gesunde Kinder, die in der Vorweihnachtszeit in meinen Laden kommen, erhalten ein Nikolauspäckchen. Und den kranken Kindern bringen wir nun etwas in die Klinik.“

Dass nicht nur die Geschenke, sondern auch die Geldspenden direkt bei den jungen Patientinnen und Patienten ankommen, bestätigte Professor Metzler. „Zum einen können wir damit Geschenke unter dem Jahr kaufen, für Geburtstage beispielsweise“, erläuterte der Leiter der Kinderonkologie, „solche Spenden ermöglichen es uns zum anderen aber auch, medizinische Maßnahmen zu finanzieren, die nicht von den Krankenkassen übernommen werden, die wir Ärztinnen und Ärzte im individuellen Fall aber für sinnvoll erachten. Während der Corona-Pandemie war es uns dank Spendengeldern außerdem möglich, Tablets anzuschaffen, mit denen unsere Patientinnen und Patienten auf Station am Homeschooling teilnehmen konnten.“ Das sei äußerst wichtig für die kranken Kinder und Jugendlichen, denn so können sie den Kontakt zu ihren Schulkameraden halten, und der Unterricht sorge für ein wenig Normalität im oft schweren Krankenhausalltag. red