Konzert
Die Mitglieder des „Consortium musicum“ gestalten den Jahresausklang in Ebelsbach
Das Posaunen-Ensemble „Consortium musicum“ mit seinem Leiter Professor Harry Ries (links) wird zum Jahresausklang in Ebelsbach zu hören sein.
Das Posaunen-Ensemble „Consortium musicum“ mit seinem Leiter Professor Harry Ries (links) wird zum Jahresausklang in Ebelsbach zu hören sein.
Günther Geiling
Ebelsbach

Was gibt es Schöneres und Besinnlicheres, als mit klassischer Musik den Jahresausklang zu genießen? Das können die Besucher beim festlichen Abschlusskonzert des Ensembles „Consortium musicum“, zu dem die Kulturgemeinde Ebelsbach-Eltmann am Freitag, 30. Dezember, um 19 Uhr in die St.-Magdalenenkirche in Ebelsbach einlädt und sich freut, dass man nach zweijähriger Pandemiepause wieder so ein Konzert veranstalten kann.

Ziel der Kulturgemeinde ist es, kulturelle Veranstaltungen nach Ebelsbach-Eltmann zu bringen, und dazu zählen insbesondere auch Konzerte in Kirchen und Kapellen.

Die Mitglieder des „Consortium musicum“ aus den Niederlanden sind dabei keine unbekannten Künstler in Franken, und ihr Leiter, Professor Harry Ries, hat inzwischen sogar seinen zweiten Wohnsitz in Grundfeld bei Bad Staffelstein, wo er schön öfter auftrat, auch in Vierzehnheiligen.

Nach Ebelsbach kommt er insbesondere mit Musikern, die Meister auf ihren Posaunen sind. Sie beherrschen das Instrument, das seit dem 17. Jahrhundert Teil von Orchestern ist, virtuos. Harry Ries selbst war zehn Jahre lang Soloposaunist bei Limburgs Symphonie Orkest in Maastricht, bevor er 45 Jahre lang beim Sinfonieorchester des WDR in Köln spielte. Er ist aber auch Dozent für Posaune und Kammermusik an den Hochschulen in Maastricht und Aachen.

Mit ihm kommen Luc Scholtes, der seit seinem 19. Lebensjahr Posaune spielt, nachdem er schon vorher zwölf Jahre Trompete gelernt hatte. Dann ist er umgestiegen. Das sei eine Entscheidung gewesen, die er nie bereut habe, erzählte er einmal. Inzwischen ist er freischaffender Musiker bei professionellen Orchestern und seit 2017 auch Bühnenmusiker bei den Bayreuther Wagner-Festspielen.

Dominique Steins war von 2010 bis 2021 am Conservatorium in Maastricht und hat ein Masterstudium an der Bassposaune absolviert sowie auch einen Abschluss im Dirigat. Das Quartett ergänzt noch Posaunist Dion Kowalski.

Aber auch die Orgel der Magdalenenkirche von Ebelsbach wird erklingen und hier wird man Tjen Zeijen hören, den Stadtorganisten von Kerkrade sowie Organisten und Dirigenten an der Augustinuskirche in Geleen. Er studierte ebenfalls am Maastrichter Konservatorium und wurde 1979 mit dem Prix d’ Excellence für Orgel ausgezeichnet. Er ist Dozent an der Kerkrader Music School und gibt auch regelmäßig Konzerte in europäischen Ländern wie Spanien und Estland. In Ebelsbach spielt er unter anderem das „Voluntary“ opus 7 Nr. 9 von John Stanley (1713 – 1786). John Stanley erblindete nach einem Unfall im Alter von zwei Jahren, begann schon mit sieben Jahren sein Musikstudium und bekam mit elf Jahren seine erste Organisten-Stelle in London.

Auftakt des Konzerts ist die „Sonate pian e forte“ aus dem Jahr 1597. Es folgen dann weitere Werke wie von H. Isaac „Innsbruck, ich muss dich lassen“, „Gloria deo“ von M. Lightfoot, „Georgia on my mind“, ein Jazz-Standard, der 1930 geschrieben und in zahlreichen Coverversionen verarbeitet wurde.

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