Ein Abschied und Veränderungen
Da war Dekanatsvorsitzender Bruno Deublein (rechts) noch im Amt, aber schon vor dreieinhalb Jahren suchte er für die Neuwahlen neue Mitstreiter für das Ehepaar Sender (links) aus Eltmann. Nun wurde er selbst verabschiedet.
Da war Dekanatsvorsitzender Bruno Deublein (rechts) noch im Amt, aber schon vor dreieinhalb Jahren suchte er für die Neuwahlen neue Mitstreiter für das Ehepaar Sender (links) aus Eltmann. Nun wurde er selbst verabschiedet.
Foto: FT-Archiv/Deublein
Unterpreppach – Kirche  Beim Seniorenforum im Altdekanat Ebern musste man den Abschied von Bruno Deublein hinnehmen und zusätzlich von einer Stellenstreichung erfahren. Kann die Seniorenarbeit da noch auf ihrem guten Niveau gehalten werden?

Der langjährige Dekanatsvorsitzende Bruno Deublein aus Unterpreppach wurde bei einer Mitarbeiterversammlung des Katholischen Seniorenforums verabschiedet. Eigens zu diesem Anlass kam Dekan Kurt Wolf zu der Versammlung in das Zeiler Pfarrheim. Er überreichte eine Dankurkunde des Generalvikars und würdigte das langjährige Engagement von Bruno Deublein.

Zuvor hatten Rudi Langer für den Vorstand des Seniorenforums und Norbert Kraus seitens der Regionalstelle Dankesworte gesprochen. Nach 15 Jahren Amtszeit als Vorsitzender musste Deublein aus gesundheitlichen Gründen im Frühjahr seinen Rücktritt erklären. Der Senior war 2006 zunächst als stellvertretender Dekanatsvorsitzender im Alt-Dekanat Ebern des Katholischen Seniorenforums gewählt worden, übernahm aber schon kurz nach seiner Wahl den kommissarischen Vorsitz. Im Jahr 2007 folgte die reguläre Wahl an die Spitze. Seit dieser Zeit war Deublein ununterbrochen mit „Kopf und Herz“ der kirchlichen Seniorenarbeit verbunden.

In Unterpreppach möchte Deublein weiterhin Seniorenleiter bleiben. Ein besonderer Dank galt Rosi Schlaug, der Lebensgefährtin von Bruno Deublein, die in all den Jahren ihren Partner in seinem ehrenamtlichen Engagement unterstützt hat. Als kleinen Dank überreichte ihr Miriam Wolf, die Leiterin des Dekanatsbüros Haßfurt, einen Blumenstrauß. Im weiteren Verlauf sprachen die ehrenamtlichen Leitungen der pfarreilichen Seniorengruppen über die vielfältigen Veränderungen und Herausforderungen in den vergangenen Monaten. Die Corona-Pandemie hat die bisherige Arbeit zeitweise zum Erliegen gebracht. Wie Regionalreferent Norbert Kraus zusammenfasste, hätten zwar über Monate keine Seniorennachmittage stattfinden können, der Kontakt zu den älteren Menschen sei aber trotzdem gehalten worden – durch Telefon-Rundrufe, Briefe, kleine Überraschungspakete und eigens für Senioren gestaltete Wortgottesdienste.

Eine Hiobsbotschaft mussten die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Gabi Kaspar und Rudi Langer den Vertretern der kirchlichen Seniorengruppen überbringen: Die Regionalstelle Schweinfurt des Katholischen Senioren-Forums Diözese Würzburg wird aus finanziellen Gründen im kommenden Jahr geschlossen und damit die Stelle des Regionalreferenten gestrichen. „Bei einem Treffen mit Diözesanleitern haben wir die Sorge vorgetragen, dass qualifizierte Seniorenarbeit auf bisher bekanntem Niveau verspielt werden könnte“, sagten Kaspar und Langer. Man bezweifele zudem, ob die zugesagte Unterstützung und Begleitung seitens der Seelsorgeteams in den neuen Strukturen geleistet werden könne.

Diese Veränderung führe, so Langer, dazu, dass es nötiger denn je sei, Energie und ehrenamtliches Engagement zu bündeln. Daher schlage er vor, dass das Seniorenforum aus dem Bereich Ebern mit dem Bereich Haßfurt künftig einen gemeinsamen Vorstand bildet und auch Veranstaltungen zusammen durchgeführt werden. Die Versammlung stimmte diesem Ansinnen zu.